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Erkelenz
Kinderleichtes Lernen - auch für Große

Erkelenz: Kinderleichtes Lernen - auch für Große
Unter dem Motto "Dein Gehirn kann mehr, als es dir immer vorgaukelt" vermittelt Frank Symanski Kindern gemeinsam mit ihren Eltern in dem fünfstündigen Programm neue und effizientere Lern- und Gedächtnistechniken. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Beim "Noch SchlauerMacher" Workshop lernen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern effektivere Gedächtnistechniken. Von Kathrin Boehme

"Wer lernt gerne?", fragt Frank Symanski die knapp 30 Teilnehmer des zweiten "Noch SchlauerMacher" Workshops in Hetzerath. Die Antwort war vorhersehbar: Eigentlich hat niemand Spaß am Lernen. Genau das möchte Symanski mit seinen Workshops ändern: Unter dem Motto "Dein Gehirn kann mehr, als es dir immer vorgaukelt" vermittelt er Kindern gemeinsam mit ihren Eltern in dem fünfstündigen Programm neue und effizientere Lern- und Gedächtnistechniken.

"Das Workshopkonzept habe ich selbst entwickelt", sagt Symanski, "zumindest im Kreis Heinsberg ist es eindeutig Alleinstellungsmerkmal - wahrscheinlich sogar in ganz Nordrhein-Westfalen". Mit seinen Lernmethoden hat er selbst sein Maschinenbaustudium gemeistert: "Als ich die Techniken kannte, war das Lernen auf einmal einfach und machte Spaß". Diese Erfahrungen gibt Frank Symanski nun in seinen Seminaren und Workshops weiter: Die neun- bis zwölfjährigen Schüler und ihre Eltern werden aktiv mit einbezogen, die neu erlernten Techniken können die Teilnehmer in verschiedenen Übungen im Anschluss direkt anwenden. So steigt Symanski nach einer Einführung mit dem ersten Thema ein: Der hauptberufliche Mathelehrer erzählt von einem "ganz normalen" Tag, bei dem er zum Beispiel die Heiligen Drei Könige bei einer seiner Veranstaltungen trifft und ihnen Lerntipps gibt, damit sie nicht noch weitere 2000 Jahre suchen müssen. Später sollen die Kinder und Eltern die Geschichte nacherzählen - und schaffen dies mit großer Begeisterung auch problemlos.

"Das zeigt, wie einfach und wirklich kinderleicht Lernen ist - wichtig ist, dass man bestimmte Fakten oder Namen mit kreativen Bildern und Geschichten kombiniert", erklärt Symanski, "je lustiger, ausführlicher und übertriebener die Verknüpfung ist, desto besser, das kann sich das Gehirn am einfachsten merken." Diese Methode könne man bei verschiedene Bereichen anwenden: Im Workshop lernen die Teilnehmer so in lockerer Atmosphäre die Bundespräsidenten und einige Vokabeln auswendig, indem sie sich eigene lustige Geschichten und Bilder dazu ausdenken.

"Hilfreich ist es auch, Bewegung oder Emotionen einzubauen und mit seinen Assoziationen zu arbeiten", sagt Symanski. Bei dem lateinischen Wort "cubare" denke er beispielsweise an die Worte "Kuh" und "Bahre" - "dabei stelle ich mir dann eine Kuh vor, die sich beim Laufen auf der Wiese verletzt hat und nun weggebracht wird, so komme ich direkt auf die Übersetzung: Liegen". Besonders wichtig ist ihm bei allen Übungen, dass die Eltern dabei sind, die auch von den neuen Techniken profitieren: "Gerade Kinder merken, wenn ihre Eltern auch nicht gerne lernen, dabei sollten sie ihre Verantwortung wahrnehmen und ihren Kindern helfen".

Nach den Lerntechniken sollen die Teilnehmer nun Selbstvertrauen aufbauen und ihren Fokus auf das legen, was sie richtig machen und nicht auf die in der Schule gelernte Fehlervermeidung. Am Ende des "Noch SchlauerMacher"-Workshops können schließlich nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern sagen: Lernen kann doch Spaß machen.

Quelle: RP
 
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