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Erkelenz
Kleine Artisten präsentieren große Nummern

Erkelenz. Der Zirkus Regenbogen machte Station in der Astrid-Lindgren-Schule. Heraus kamen drei tolle Vorstellungen. Von Anke Backhaus

Der kleine Steppke ist gerade mal sechs Jahre jung und schon ein alter Hase in der Zirkusmanege. Andrew wickelt sie alle um den kleinen Finger. Vor allem die Erwachsenen. Der Sechsjährige ist ein echter Zirkusdirektor und setzt ganz besonders die kleinen Artisten gekonnt in Szene. Kein Wunder also, dass den Großen im Zirkuszelt nichts anderes übrigblieb, als zu staunen - so geschehen bei der fulminanten Premiere der Vorstellungsreihe, für die die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule gesorgt haben. Dort stand nämlich diese Woche nicht der übliche Unterricht auf dem Stundenplan, sondern die Projektwoche. Seit Montag in der Schule zu Gast war die Artistenfamilie Lagrin mit ihrem Projektzirkus "Regenbogen".

Nur eine Woche Zeit also, um drei Vorstellungen vorzubereiten. Nur eine Woche Zeit, um aus den Kindern Artisten werden zu lassen. Geht nicht? Geht doch! Und zwar auf ganz spektakuläre Weise.

Da ist etwa das kleine Mädchen mit den Zöpfen, das in eine Kiste klettert, in die die Jungs Schwerter stecken. Als sei das nicht genug, taucht nach dieser Darbietung eben nicht das Mädchen, dafür aber ein Junge aus der Kiste auf. Da steckt doch Zauberei dahinter - war sicher nicht nur der Gedanke der Eltern des kleinen Mädchens.

Sehr elegant präsentierten sich die Mädchen, die mit einer gelungenen Seiltänzerperformance das Publikum begeisterten. Es gab aber auch die Mädchen, die bei einer Luftakrobatiknummer mit einem Reifen absolute Schwindelfreiheit bewiesen. Ebenso lernten die Lindgren-Schüler, wie es funktioniert, menschliche Pyramiden zu bauen und dabei noch mit Ringen zu jonglieren.

Die spektakulärste Nummer sparten sich die Kinder fürs große Finale auf - Zirkuschef Nicklas Lagrin präsentierte die atemberaubende Feuerspuckernummer. Auch hier waren die Kinder im Mittelpunkt des Geschehens, ließen sich die brennenden Fackeln einfach so in die Hände legen oder über die Arme und Füße streifen. Und dabei lächelten die mutigen Kinder auch noch. "Normalerweise sind es ja Artisten aus fernen Ländern, die in einem Zirkus auftreten. Jetzt sind es aber die Kinder, die in der ganzen Wochen Tolles geleistet und Teamgeist bewiesen haben", lobte Lagrin die Leistungen der Kinder. Davon begeistert war auch Schulleiterin Renate Funk. Sie hatte bereits die Proben beobachtet. "Schon die Kleinen haben gut mitgemacht. Wie gewohnt finden unsere Projektwochen jahrgangsübergreifend statt." Sie stellte die gute Zusammenarbeit mit dem Zirkus heraus.

Quelle: RP
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