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Erkelenz
Klimacamp schlägt Zelte in Lützerath auf

Erkelenz. Gewerkschaft "Verdi" fordert, dass die Diskussion über den Klimaschutz friedlich und gewaltfrei bleiben muss.

Das von Umweltschützern für Erkelenz angekündigte Klimacamp findet ab Samstag in Lützerath statt. Die zunächst für vergangene Woche im Internet angekündigte Entscheidung über den Standort wurde nun zum Wochenbeginn mitgeteilt.

Mit einer Demonstration in Borschemich beginnt am 20. August eine Reihe von Aktionen gegen den Braunkohlenabbau. Die Veranstaltung ist Teil des Klimacamps, das vom 19. bis 29. August in Erkelenz seine Zelte aufschlägt und zu dem die Organisatoren rund 1000 Menschen aus ganz Europa erwarten. "Das Camp richtet sich gegen die Zerstörung von Dörfern und Ökosystemen durch den Tagebau sowie gegen die fatalen Auswirkungen der Braunkohleverstromung auf das globale Klima", kündigen die Organisatoren ihre Ziele an.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass beim Klimacamp 2015 mehrere Hundert Aktivisten illegal in den Tagebau Garzweiler II eingedrungen waren und es zu teilweise massiven Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen war, hat die Gewerkschaft "Verdi" im Vorfeld des nächsten Klimacamps in einem Flugblatt deutlich gemacht, dass die Klimaschutzdiskussion friedlich und gewaltfrei bleiben müsse. Von den Teilnehmern werde Respekt gegenüber den RWE-Mitarbeitern und deren Familien erwartet. "Die Eskalationsspirale der letzten Monate muss ein Ende haben", appelliert die Gewerkschaft. "Jede Kritik an der Braunkohleförderung und deren Verstromung muss gewaltfrei bleiben. Wir stellen uns jeder Auseinandersetzung über den richtigen Weg für einen nachhaltigen und sozialverträglichen Klimaschutz, auch im Rheinischen Revier, solange diese Diskussionen friedlich und gewaltfrei bleiben. Polarisierung und die Schaffung immer neuer Feindbilder bringen uns nicht weiter", erklärt "Verdi".

(spe)
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