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Erkelenz
Kölner Straße wird nach Ostern umgestaltet

Erkelenz. CDU, FDP und Freie Wähler/UWG setzen sich im Stadtrat mit drei Anträgen zur Innenstadt durch.

Die große Baustelle auf der Südpromenade wird in ein bis zwei Wochen beendet. Danach widmet sich die Stadt Erkelenz der Kölner Straße zwischen Südpromenade und neuem Amtsgericht. Dort sind keine großen, jedoch grundlegende Veränderungen geplant. Nach Gesprächen mit dem Gewerbering Erkelenz hatten CDU, FDP und FW/UWG dazu gemeinsame Anträge gestellt, die am Mittwoch im Stadtrat eine Mehrheit fanden.

Erstens wird das Kölner Tor für ein Jahr testweise von der Südpromenade kommend als Einbahnstraße für den Verkehr geöffnet. Zweitens wird die Einbahnstraßenregelung auf der Kölner Straße zwischen dem neuen Amtsgericht und der Tenholter Straße umgekehrt. Drittens werden die Parkplätze in dem Bereich neu angeordnet, so dass zehn zusätzliche entstehen. "Das alles sind keine großen Aufgaben. Wir werden sie nach Ostern kurzfristig umsetzen können", erklärte Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter, auf Anfrage nach der Stadtratssitzung. Das Ordnungsamt werde die verkehrsrechtlichen Anordnungen für das Kölner Tor und die Einbahnstraßenumkehr treffen, seine Ämter kümmerten sich um das Bauliche: "Wir werden einige Fahrradbügel und Poller umsetzen und ein paar Poller zusätzlich setzen müssen. Zudem müssen die entsprechenden Schilder und Parkbezeichnungen neu aufgestellt werden." Hier werde der Bauhof tätig. "Die Parkflächen werden neu aufgemalt. Das kann eine Firma machen, mit der die Stadt einen Rahmenvertrag für solche Arbeiten hat." Bei jeweils 19 Gegenstimmen hatte der Stadtrat die drei Anträge angenommen. Noch einmal waren zuvor Argumente ausgetauscht worden, wie sie bereits in der Vorwoche im Bau- und Hauptausschuss genannt worden waren. "Die Anträge stellen kein Ganzes dar, beziehen keine weiteren Nutzergruppen ein, sondern lediglich Autofahrer und - den natürlich wichtigen - Einzelhandel", sagte Dieter Spalink (SPD). Die Lösung müsse in einem Gesamtkonzept gesucht werden, das alle gemeinsam erarbeiten sollten. Einiges sei unbedacht: die Zukunft des alten Amtsgerichtsareals (Ulrich Wendt/Grüne) und der zusätzlich zu erwartende Verkehr aufgrund der geplanten Bahnunterführung zur Anton-Raky-Allee (Hans Josef Dederichs/Grüne). Anderes sei ungeplant: Die Veränderung der Verkehrsflüsse sei nicht untersucht (Ferdinand Kehren/SPD), die Verkehrssituation am Kölner Tor berge Unfallgefahren (Angelika Göhl/Grüne), unklar seien die Bewertungsparameter für die Testphase zur Kölner-Tor-Öffnung.

Natürlich habe man die Situation für die Fußgänger betrachtet, entgegneten die Antragsteller. In kleinen Schritten solle dem Handel geholfen werden, das aber vor allem vor dem Hintergrund, den Wohnstandort an sich zu stärken (Rainer Merkens/CDU). Es gehe auch nicht darum, zusätzliche Parkplätze zu schaffen, sondern durch Umbauten an der Südpromenade und am Stadtpark weggefallene zu kompensieren und wildes Parken zu verhindern (Marwin Altmann/CDU). Es gebe einen Verkehrsentwicklungsplan von 2008, der auf zwölf bis 15 Jahre angelegt sei. Auf den bauten die Anträge auf, ein neues Konzept sei unnötig (Werner Krahe/FDP).

(spe)
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