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Erkelenz
Kriminell köstliches Dinner im Pfarrheim

Erkelenz: Kriminell köstliches Dinner im Pfarrheim
Mit einem Junggesellinen-Abschied, bei dem Braut "Miri" Kleinigkeiten im Publikum verkaufen musste, begann die Krimihandlung. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Die Messdiener der Pfarrei Christkönig stellten erneut ein tolles Krimistück und ein leckeres Menü auf die Beine. Spenden für Bolivien. Von Katrin Schelter

Die Lichter werden gelöscht, und alle Köpfe wenden sich zur Bühne am Kopf des Saales. Miriam (Anna Hurtmann), glückliche Braut in spe, feiert mit ihren engsten Freunden ihren Junggesellinnenabschied in Las Vegas, der Metropole des Vergnügens. Doch kurz nach dem gemeinsamen Besuch in der Karaokebar ist die Feierlaune völlig vergessen: Mila (Johanna Linden), die beste Freundin der zukünftigen Braut, ist plötzlich spurlos verschwunden.

Keiner weiß etwas, keiner will etwas gesehen haben. Doch zum Glück wissen Miriam und ihre Schwester Amelie (Julia Camps), wen sie um Hilfe bitten können: Ela (Nele Berger), ihre krimiverrückte Mutter und Hobbydetektivin, macht sich zusammen mit den anderen Partygästen daran, im Fall Mila zu ermitteln. Die Ministrantengemeinschaft der Erkelenzer Pfarrei Christkönig präsentierte an diesem Wochenende eine neue Auflage ihres alljährlichen Krimidinners im katholischen Pfarrheim. Bei der Abendveranstaltung am Samstag sowie der Aufführung am gestrigen Mittag wurden den Gästen wie gewohnt leckeres Essen, ein toller Service und "kriminell gute" Unterhaltung geboten. Neue Szenen aus dem Stück wechselten sich mit immer neuen Leckerbissen ab.

Kulinarisch fuhren die Messdiener dieses Mal Gerichte der bolivianischen Küche auf. Das Küchenteam unter der Leitung von Theresa Stein und Markus Smyczek kreierte als ersten Gang Quinoa-Salat, als Hauptgericht "Sopa de maní", eine bolivianische Erdnusssuppe, und fruchtigen Wackelpudding als Dessert.

Am Sonntag wurden kleinere Häppchen gereicht. Zwischen den Gängen versuchte das Publikum, mitzuraten und in den Szenen versteckte Hinweise auf den Täter zu finden. Die selbsterklärte Kriminologin Ela stößt nämlich bei ihren Ermittlungen auf einige Ungereimtheiten.

Nach einigen ersten Indizien deklariert sie den Fall als Entführung, allerdings sind bei Milas Verwandten keine Lösegeldforderungen eingegangen. Könnte es vielleicht etwas mit ihrem Erbe zu tun haben? Auf der Suche nach der Wahrheit geraten die Figuren in viele kuriose Situationen und bringen das Publikum herzlich zum Lachen. Am Ende stellt sich zum Glück heraus, dass Mila nichts zugestoßen ist - ihr Freund Louis "entführte" sie, um ihr einen Antrag zu machen.

Zusammen mit den 15 jungen Schauspielern bestand das gesamte Team aus etwa 30 Messdienern, die in verschiedenen Gruppen für das Essen, den Service oder Licht und Ton verantwortlich waren.

Nele Berger und Katharina Pick sammelten mit den Jugendlichen ihrer Gruppenstunden Ideen, bevor sie gut drei Wochen lang das Stück verfassten. Anschließend begannen Ende April die Organisation und die Proben.

Die Einnahmen und Spenden des Abends kommen einem Projekt der Steyler Missionare zu Gute, mit deren Hilfe Judith Lesmeister, selbst Messdienerin, ab August ein Jahr lang in Bolivien ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) verbringt.

Quelle: RP
 
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