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Erkelenz
Künftige Pflegeeltern vorbereitet

Erkelenz. Jugendämter boten ein gemeinsames Einführungsseminar an.

Ein Pflegekind in seiner Familie aufzunehmen, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. 30 Personen aus dem Einzugsbereich der Städte Erkelenz, Hückelhoven, Geilenkirchen und Heinsberg möchten sich dieser stellen und einem Kind ein neues Zuhause geben. Im von den Jugendämtern durchgeführten Einführungsseminar wurden sie vorbereitet.

Die Teilnehmer setzten sich nicht nur damit auseinander, welche Veränderungen auf sie als Familie zukommen. Sensibel dafür zu sein, was es für ein Kind bedeute, sich in einer neuen Familie zurechtzufinden, sei ein ganz wichtiges Thema, so die Teilnehmer. Welche "Päckchen" bringen die Kinder mit? Wer würde in unsere Familie passen? Was trauen wir uns nicht zu? Wollen wir ein Kind dauerhaft aufnehmen oder wäre auch ein Pflegeverhältnis auf Zeit vorstellbar? Was ist mit den Kontakten zur Herkunftsfamilie?

Als beeindruckend wurde die Diskussion mit erfahrenen Pflegeeltern erlebt, die offen über ihren Alltag mit den kleinen liebgewonnenen Menschen berichteten. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies großen Respekt verdient.

"Mit der Referentin Elisabeth Niemeyer hatten wir eine Fachkraft gefunden, die über eine lange Erfahrung in der Arbeit mit Pflegefamilien und Pflegekindern verfügt", so Peter Müller vom Jugendamt der Stadt Erkelenz. "Über die Einrichtung Primus in Übach-Palenberg bietet sie Familienbetreuung in unterschiedlichen Formen an und ist mit der Situation von Pflegekindern im Kreis gut vertraut", ergänzte Beate Schneider vom Heinsberger Pflegekinderdienst. "Vier spannende und aufschlussreiche Tage" lautete das Urteil der Teilnehmer, von denen einige auch über das Seminar hinaus Kontakt halten möchten.

Einzelpersonen oder Paare, die sich für die Aufnahme eines Pflegekindes interessieren, sind eingeladen, sich beim für ihren Wohnort zuständigen Jugendamt beraten zu lassen. Neben der Pflegefamilie werden auch Bereitschaftspflegestellen gesucht, die Kindern aus einer Notsituation heraus bei sich ein Zuhause auf Zeit geben möchten.

Quelle: RP
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