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Erkelenz
Künstlerische Interpretation von Freiheit

Erkelenz: Künstlerische Interpretation von Freiheit
Arbeit an den "Säulen der Freiheit": Künstlerin Beate Bündgen gestaltet das Werk, das auf dem Gelände von Haus Hohenbusch zu sehen sein wird. FOTO: RENATE RESCH
Erkelenz. In dem Projekt "Säulen der Freiheit" gestaltet die Künstlerin Beate Bündgen eine 2,20 Meter hohe Stele, die sie der Stadt Erkelenz stiftet und welche auf Haus Hohenbusch stehen wird. Von Renate Resch

"Meine Freiheit ist auch deine Freiheit", charakterisiert den persönlichen Freiheitsbegriff für die Erkelenzer Künstlerin Beate Bündgen. Toleranz und Achtung für seine Mitmenschen und die uns umgebende Natur verbildlicht sie in ihrer Säule der Freiheit. Für alle Lebewesen dieses Planeten sind die vier Grundelemente Feuer, Wasser, Luft und Erde wesentlich und lebenserhaltend und es ist unser Bestreben, sie zu achten und zu schützen. Diese vier Elemente gesaltet die Erkelenzerin deshalb in ihrem Holzschnitt. Dazu verwendet sie ganz ursprüngliche Symbole für die einzelnen Grundelemente und entwickelt diese entsprechend ihrer Vorstellungen zu einer Einheit. Sie schnitzt diese einzeln, als Element in jede Seite des 2,20 Meter langen Kantholzes.

Eine zweite Säule in der gleichen Größe ist momentan im Entstehen. Von dieser Säule macht Beate Bündgens im Entstehungsprozess Holzdrucke, die sich überlagende Ansichten der Elemente, entsprechend ihrer symbolischen Farben zeigen. Durch die ständige Veränderung der Formen beim Entstehen bilden die Drucke Unikate und zeigen unterschiedliche Variationen der Darstellung. Auf Büttenpapier mit Farbpigmenten entwickeln sie als Abbilder starke Ausdruckskraft.

Das Projekt wurde von Alfred Mevissen initiiert. Er rief Künstler grenzüberschreitend dazu auf, ihren Begriff der Freiheit bildlich in einer mindestens zwei Meter hohen Säule darzustellen. Inzwischen sind 56 Künstler international an diesem Projekt beteiligt. Informationen dazu sind unter www.pillars-of-freedom.com zu finden.

Alfred Mevissen erlebte viel Freiheit in seiner Jugend, in den 70er Jahren waren Gleichberechtigung und Toleranz ein wichtiges Thema, dann stellte der Fall der Mauer einen wichtigen Eckstein der Freiheit für ihn dar. Momentan sieht er die Freiheit jedoch mehr in Gefahr als jemals zuvor in seinem Leben. Das veranlasste ihn, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Seine Vision ist es, bis zum 9. November 2017 in ganz Europa so viele Skulpturen wie möglich in Kooperation mit anderen Künstlern entstehen zu lassen, die jeweils eine Säule der Freiheit repräsentieren.

"Am 9. November 2017, dem Jahrestag des Mauerfalls, werden alle Säulen virtuell zusammengeschlossen zu einem Gesamtkunstwerk und zu einer starken Botschaft an die Menschen, sich wieder aktiv für das Thema Freiheit zu engagieren," kündigt Alfred Mevissen an. Wer Beate Bündgens Säule der Freiheit schon jetzt sehen möchte, hat dazu in ihrem Atelier die Möglichkeit, das im Rahmen der Kunsttour am Sonntag, 7. Mai, zwischen 11 und 18 Uhr im Marienweg 30 in Erkelenz geöffnet ist.

Quelle: RP
 
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