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Erkelenz
Kurzweilige Musikreise in Wiener Kaffeehäuser

Erkelenz. Der Orgelbauverein St. Lambertus lud zum Benefiz-Konzertnachmittag mit Udo und Doris Hartlmaier ein. Von Katrin Schelter

Wunderschöne Melodien füllten das katholische Pfarrzentrum Christkönig bis in den letzten Winkel und zauberten den Gästen ein Lächeln ins Gesicht. Der Orgelbauverein St. Lambertus hatte wieder einmal zu einem gemütlichen Benefizkonzert zugunsten der neuen Hauptorgel in St. Lambertus geladen - dieses Mal zu klassischen Wiener Kaffeehausklängen.

Vereinsvorsitzender Markus Forg begrüßte die Gäste, bevor Doris Hartlmaier an der Violine und Udo Hartlmaier am neuen Konzertflügel diese auf eine musikalische Reise ins Wien des 19. und 20. Jahrhunderts, der Blütezeit der Operetten und Walzer, entführten. Die rund 100 Zuschauer genossen nicht nur die melodischen Leckerbissen, sondern auch die wunderbar verzierten Köstlichkeiten am Kuchenbuffet. Zu den gespielten Stücken zählten unter anderem das "Vilja-Lied" und "Wolgalied" von Franz Lehár, "Drunt' in der Lobau" von Heinrich Strecker, Josef Rixners temperamentvoller spanischer Marsch "Malaga" sowie weitere Kompositionen von Johann Strauss, Carl-Michael Ziehrer und Melodien aus der österreichischen Kaiserzeit. Besonders enthusiastisch sang das Publikum bei "Adieu mein kleiner Gardeoffizier" von Robert Stolz mit. Das aus Hagen stammende Ehepaar Hartlmaier füllte gut zwei Stunden mit typischer Kaffeehausmusik und wusste das Publikum stets mit neuen Stücken zu begeistern - und erntete viel Beifall.

"Die Musik ist sehr ansprechend und die Kaffeehausatmosphäre authentisch, das ist einfach wirklich gute Unterhaltung", sagte Bernd Finken, einer der Gäste im Saal. Karl Steingießer konnte ihm nur zustimmen und fügte hinzu: "Auch die vorigen Konzerte habe ich sehr genossen, und bei diesem Konzert wurde nicht zu viel versprochen. Das ist Musik, die das Herz wärmt und ergreift, und es ist toll, wie das Publikum miteingebunden wird".

Kantor Stefan Emanuel Knauer und Kirchenmusiker Manfred Bühl waren ebenfalls äußerst zufrieden. "Die Resonanz ist überwältigend", freute sich Knauer, "der Saal ist voll mit Zuschauern, wir haben sogar zusätzlich bestuhlen müssen. Außerdem gibt es ein wahnsinniges Kuchenbuffet, die Leute haben fast 30 Kuchen und Torten gestiftet. Was gibt es Schöneres, als gemeinsam einen Konzertnachmittag mit Hausgebackenem zu verleben?". Manfred Bühl kennt das Ehepaar Hartlmaier von früheren Konzerten. "Als die Idee eines Kaffeekonzerts aufkam, sind mir die beiden gleich in den Sinn gekommen. Sie haben unglaublich viel Erfahrung und leben für die Musik, sie waren praktisch prädestiniert für diesen Auftritt", lobte er. Mit verschiedenen Konzerten und Benefizveranstaltungen hat der Orgelbauverein bereits ein gutes Drittel der benötigten Spendensumme für die neue Hauptorgel gesammelt." Das ist, neben der herrlichen Musik, natürlich ein weiterer Vorteil dieser Konzerte: "Wir können mit unserer Intention an das Publikum herantreten und den Gästen unser Orgelprojekt näherbringen", sagte Knauer.

Quelle: RP
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