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Erkelenz
Lambertusmarkt - umsonst und draußen

Erkelenz: Lambertusmarkt - umsonst und draußen
Kürzlich noch in Wegberg auf der Bühne, demnächst in Erkelenz: Die Kölner Kultband "Paveier" rocken den Eröffnungstag. FOTO: RENATE RESCH (ARchiv)
Erkelenz. Am 15. Juni geht der Erkelenzer Lambertusmarkt in seine 42. Auflage. Musik und Kirmes sorgen schon für viel Vorfreude. Von Anke Backhaus

Irgendwann kam da diese E-Mail bei der Kultur GmbH und Stephan Jopen, dem Organisator des Erkelenzer Lambertusmarktes, an. Absender: eine Band aus Nürnberg. Man habe gehört, der Lambertusmarkt in Erkelenz sei einzigartig klasse. Man würde gerne auftreten wollen. Im Anhang befand sich ein Video. "Ich habe keine Ahnung, wer in Nürnberg unseren Lambertusmarkt kennt. Aber mich hat diese Bewerbung einfach sehr beeindruckt", unterstreicht "Jopi". Und er schlug schnell zu und verpflichtete die Band "Peilsender". So geht es also zu, wenn Stephan Jopen am Lambertusmarkt strickt. Es ist jedenfalls eine spannende Randgeschichte, wenn es um die 42. Auflage des Lambertusmarktes geht, der am Donnerstag, 15. Juni, beginnt.

Die Kölner Rheinveilchen zählen zu den Topakteuren des karnevalistischen Tanzsports. Am Eröffnungstag ist das Tanzkorps zu Gast. FOTO: Andreas Probst (ARCHIV)

"Die Vorfreude ist schon überall zu spüren. Das vielschichtige Programm wird wieder eine gute Qualität haben." Bürgermeister Peter Jansen hat noch nie eine Auflage des Lambertusmarktes verpasst. Ehrensache, dass er auch die Nummer 42 im Jahr 2017 mitbekommen möchte. Sollte er auch, denn das Programm, das es nun geben wird, ist gespickt mit Topkünstlern. Dass sie Erkelenz, die Kleinstadt am Niederrhein, besuchen werden, ist Organisator Stephan Jopen zu verdanken, dem Jansen erneut "ein goldenes Näschen" bescheinigte.

"Ich möchte zunächst vorausschicken, dass das Grundvertrauen, das mir von der Stadt Erkelenz und der Kultur GmbH entgegengebracht wird, für mich eine klasse Basis bildet, um arbeiten zu können. Diese freie Hand ist längst nicht in jeder Stadt selbstverständlich", so Stephan Jopen. Dass er der Garant dafür ist, Künstler von großem Format nach Erkelenz zu holen, ist hinlänglich bekannt - allein schon, wenn man die Musik-Programme des Lambertusmarktes der vergangenen Jahre liest.

Der Eröffnungstag, Donnerstag, 15. Juni, ist erneut kölsch und damit rheinisch geprägt. Nach dem Fassanstich um 13.30 Uhr gastieren Bands wie "Lupo" und "Kolibris", um 20.30 Uhr sorgen die Kölner Rheinveilchen, eines der besten Tanzkorps überhaupt, für eine spektakuläre Show. Die "Kölschen Adler" und schließlich die "Paveier" als Topact des Abends runden das Programm ab.

Mit der bereits erwähnten Band "Peilsender" geht es am Freitag weiter, ehe "Lotte" und später Shootingstar Wincent Weiss den Wert des Lambertusmarktes enorm steigern. Ungewöhnlich ist, dass Jopen schon ein Jahr später wieder auf einen Act setzt, doch bei den "Goodfellas" war er sicher, die Gruppe erneut zu verpflichten. Am Samstag kommt der Kracher also wieder nach Erkelenz. Mit der Big Band des Cusanus-Gymnasiums und Rüdiger Baldauf, einem der besten Trompeter Deutschlands, wird der Sonntag gerockt. Traditionell mit dem Zapfenstreich schließt der Lambertusmarkt am Montag. Unterm Strich - das Motto lautet "umsonst und draußen", auch das ist längst nicht mehr überall üblich.

Neben dem Lambertusmarkt lockt natürlich auch wieder die Kirmes, die sich auf rund 6000 Quadratmetern erstrecken wird. Wie Dr. Hans-Heiner Gotzen erklärte, habe es für die 110 Schaustellerplätze mehr als 300 Bewerbungen gegeben. "Wir reden sicherlich von einer Kulturveranstaltung, die bedeutsam nicht nur für Erkelenz, sondern für die Region ist", so Dr. Gotzen. Gerd Lynen von Berg, der Chef des Schaustellerverbandes, machte schließlich noch auf das Feuerwerk am Freitag (los geht es bei Einbruch der Dunkelheit) aufmerksam, zudem gebe es auch wieder die Kirmestaler. Am Montag gibt es auch wieder den Familientag mit vielen Rabatten.

Zurück zur Band "Peilsender": Bürgermeister Peter Jansen hat eine Vermutung, wie sich der Lambertusmarkt sogar bis ins weit entfernte Frankenland herumgesprochen haben könnte. "Voriges Jahr war zum Lambertusmarkt eine Abordnung aus Bad Windsheim hier bei uns zu Gast. Da kann es natürlich gut sein, dass sogar Nürnberg von uns gehört hat."

Quelle: RP
 
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