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Erkelenz
Leitstelle muss erweitert werden

Erkelenz: Leitstelle muss erweitert werden
Die Fahrzeuge der Feuerwehr sind größer geworden. Deshalb werden höhere Wagenhallen benötigt. Eine solche soll am Feuerschutzzentrum in Erkelenz ebenso gebaut werden wie ein neues zweigeschossiges Gebäude für die Leitstelle, die noch in einem Flachbau untergebracht ist. Baubeginn könnte 2016 sein, wenn der Kreistag der Projektidee der Kreisverwaltung zustimmt. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Die Kreisverwaltung schlägt vor, die im Feuerschutzzentrum in Erkelenz untergebrachte Leitstelle ab 2016 um- und auszubauen. Raumnot und veränderte technische Notwendigkeiten sind der Grund. Jetzt muss der Kreistag beraten. Von Andreas Speen

Es fehlt an Platz. Das wird dem Besucher auf den ersten Blick deutlich. Es stehen auch große technische Neuerungen an, die in den Jahren bis 2018 umgesetzt werden müssen. Die schreibt der Gesetzgeber vor. Über die Raumnot und veränderte technische Notwendigkeiten im Feuerschutzzentrum in Erkelenz, das die Kreisleitstelle der Feuerwehr beherbergt, informierte sich jetzt der Kreisbauausschuss. Er wird das Gehörte nun in die Kreispolitik tragen, die in den nächsten Wochen und Monaten über den Um- und Neubau der Gebäude an der Straße Zur Feuerwache entscheiden muss. Die Kreisverwaltung schlägt dieses Vorhaben, das ein Investitionsvolumen von bis zu fünf Millionen Euro haben könnte, vor.

In der Leitstelle werden Einsätze aus dem gesamten Kreis Heinsberg bearbeitet und koordiniert. Dabei geht es um Einsätze der Feuerwehr ebenso wie um Rettungseinsätze sowie im schlimmsten Fall um Katastrophen. Im Krisenfall werden von dort aus alle Einsatzkräfte gesteuert, die nicht der Polizei angehören. Der Betrieb der Leitstelle muss rund um die Uhr gewährleistet sein. Außer den Räumen der Leitstelle verfügt das Feuerschutzzentrum über Werkstätten, Büros, Ruheräume, WC und Duschen sowie eine Küche. Dort stehen in den angeschlossenen Hallen aber auch die Feuerwehrfahrzeuge des Kreises Heinsberg, wie ein Atemschutzcontainer oder der Einsatzleitbus.

Die Leitstelle ist mit ihren Aufgaben und der Anzahl der Einsätze pro Jahr gewachsen, erklärte Leiter Dirk Hartmann. Nun aber fehle es an Platz, und die Technik hinke der Einsatztaktik hinterher. Bis 2017 muss die Technik für den sogenannten eCall umgerüstet werden, den automatisierten Notruf aus neuen Kraftfahrzeugen. Außerdem ist geplant, bis 2017 alle Fahrzeuge der Feuerwehren im Kreis Heinsberg und die des kreiseigenen Katastrophenschutzes schon in diesem Jahr auf Digitalfunk umzurüsten. Auch hierfür muss neue Technik installiert werden. Und dann fällt ab 2018 auch noch die ISDN-Technik weg. "Es besteht ein gewisser Druck zu sanieren", erklärte Dirk Hartmann dem Bauausschuss. Die heute genutzte Technik sei zwölf und mehr Jahre alt. Reinhold Lind, in der Kreisverwaltung unter anderem für den Brandschutz und das Feuerschutzzentrum zuständig, ergänzte: "Schon für den Digitalfunk und für eCall müssten wir das Gebäude umkrempeln - deshalb ist es Vorschlag der Verwaltung umzubauen."

Einen Beschluss dafür könnte der Kreistag im September fassen. Bestätigt würde der danach auch noch einmal über die Verabschiedung des Kreishaushaltes für das nächste Jahr. Vorgeschlagen wird, auf einer Freifläche neben der heutigen Leitstelle im Jahr 2016 einen zweigeschossigen Neubau zu errichten. Unten könnte ab 2017 der Kreisrettungsdienst RDHS einziehen und oben die Leitstelle. Die Räume der heutigen Leitstelle sollen 2017 dann zu Schulungsräumen umgebaut werden, die zum Beispiel alle Feuerwehren des Kreises Heinsberg nutzen können. Solche Räume gibt es derzeit nicht mehr. Sie waren dem gewachsenen Raumbedarf der Leitstelle zum Opfer gefallen. Außerdem soll an die jüngste Wagenhalle, die im Jahr 2006 erbaut worden war, eine weitere Halle im Jahr 2018 angebaut werden. Und zuletzt sollen die Sozialräume für die Mitarbeiter der Leitstelle, die sich in 24-Stunden-Diensten befinden, in eine der Leitstelle benachbarte Dienstwohnung verlegt werden, die momentan untervermietet wird.

Seitens der CDU signalisierte Erwin Dahlmanns zum Ende des Ortstermins, den der Bauausschuss am Dienstagabend im Feuerschutzzentrum Erkelenz hatte, bereits Wohlwollen für dieses Umbauvorhaben: "Wir müssen unsere Leitstelle auf den Stand der Technik bringen. Das ist von der Sache her vernünftig. Ich hoffe, wir bekommen das gestemmt."

Quelle: RP
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