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Erkelenz
Leitstelle soll im Januar in Betrieb gehen

Erkelenz: Leitstelle soll im Januar in Betrieb gehen
FOTO: Heldens Uwe
Erkelenz. In Erkelenz entsteht eine neue Rettungsleitstelle. Positiv stimmt der Baufortschritt die Verantwortlichen beim Kreis Heinsberg. Im September soll der Innenausbau beginnen. Von Andreas Speen

Zum 1. Januar 2018 soll die neue Leitstelle am Erkelenzer Feuerschutzzentrum in Betrieb genommen werden. Der Neubau zwischen der bisherigen Leitstelle und einem früheren Wohnhaus an der Straße "Zur Feuerwache" soll in gut drei Monaten vollendet werden, so dass anschließend weitere drei Monate bleiben, um die Leitstelle mit Technik und Mobiliar auszustatten. Darüber informierte sich am Mittwochabend der Kreisbauausschuss bei einem Ortstermin und erfuhr dabei auch, dass die kalkulierten Kosten von mehr als vier Millionen Euro nach aktuellem Stand gehalten werden.

Vor einem Jahr im Juli war der Neubau begonnen worden. Errichtet wird ein zweigeschossiges Gebäude, in dessen Erdgeschoss vor allem Büros eingerichtet werden und dessen Obergeschoss von einem 230 Quadratmeter großen Einsatzleitstand geprägt sein wird. "Unten wird es 14 Büroarbeitsplätze geben und einen Besprechungsraum. Oben dominiert der voll klimatisierte Leitstand, in dem in runder Aufstellung acht Leitplätze für unsere Einsatzdisponenten eingerichtet werden", erklärt Thomas Kähler, Leiter des Feuerschutzzentrums. Der Boden des Raumes ist auf Ständern 30 Zentimeter über dem Estrich eingezogen worden, um darunter auch in Zukunft flexibel alle notwendigen Kabel verlegen zu können. Geachtet wurde besonders auf Schallschutz. Fenster gibt es nur wenige, was Sicherheitsgründe hat, aber auch dazu dienen wird, dass es auf den vielen Monitoren der Disponenten zu keinen Spiegelungen kommen wird. Mit Bezug des Neubaus werden die wichtigsten Technik- und EDV-Komponenten doppelt vorgehalten. "Auch das dient der Sicherheit", erklärte Kähler.

An der Straße "Zur Feuerwache" wird in Erkelenz die neue Leitstelle des Kreises Heinsberg gebaut. FOTO: Heldens (oben)/Speen (unten)

Mit dem Neubau der Leitstelle verknüpft ist auch der Umbau eines benachbarten Doppelhauses zu deren künftigem Sozialtrakt. Die alte Leitstelle, die ab Februar 2018 zu vor allem Schulungsräumen umgebaut werden soll, die neue Leitstelle und das Doppelhaus sind baulich bereits miteinander verbunden. Der Sozialtrakt soll gegen Jahresende in Betrieb genommen werden. Er beherbergt im Keller die Spinde, im Erdgeschoss Aufenthaltsräume und Küche und im Obergeschoss sechs Ruheräume.

Jeden Tag 24 Stunden muss die Leitstelle des Kreises Heinsberg erreichbar sein, um Notfälle zu koordinieren. Der bevorstehende Umzug beunruhigt Thomas Kähler nicht: "Zur Sicherheit haben wir in Heinsberg die Redundanzleitstelle geschaffen, die wir in der bisherigen Bauzeit in Erkelenz auch schon zwei Mal genutzt haben, als hier Arbeiten anstanden, die einen Ausfall der Technik hätten auslösen können." Während des Umzugs werde von dort gearbeitet, erklärt der Leiter des Feuerschutzzentrums, um die Notfallversorgung der Menschen im Kreisgebiet zu gewährleisten.

Quelle: RP
 
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