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Erkelenz
Letzte Talentsuche vor dem Finale

Erkelenz: Letzte Talentsuche vor dem Finale
Prima an auf der Open Stage in der Erkelenzer Leonhardskapelle kam die Band "Antidepressiva" aus Grevenbroich, die mit 21 Punkten nur knapp hinter der Gewinnerband landete. FOTO: Jörg Knappe
Erkelenz. Am Samstagabend fand die 6. Erkelenzer Open Stage in der Leonhardskapelle statt. Künstler hatten die letzte Gelegenheit, sich für die Finalshow im November zu qualifizieren. Erkelenzer Newcomer-Band holte den Punktsieg. Von Katrin Schelter

Vor einem Jahr haben sich Frank Rimbach und Norbert Krüger einen Traum erfüllt. Sie begeisterten sich für Kunst und Talente aller Art und wollten Gleichgesinnten die Möglichkeit bieten, ihr Können vor Publikum und in ungezwungener Atmosphäre unter Beweis zu stellen. Am 13. September letzten Jahres startete ihre erste gemeinsame Show nach diesem Konzept der "offenen Bühne".

Am Samstagabend fand die inzwischen sechste Auflage der Erkelenzer Open Stage in der Leonhardskapelle statt. Die Show war gleichzeitig die letzte Möglichkeit für Künstler aller Art, sich durch den Sieg als Teilnehmer für die große Finalshow am 7. November zu qualifizieren. So war es nicht verwunderlich, dass die Sänger, Autoren und Darsteller auf der Bühne alles gaben, um das Publikum zu beeindrucken. Schließlich winkt dank der Kooperation mit Stephan Jopen, Organisator des Lambertusmarktes, ein nicht zu verachtender Hauptpreis: Der Gewinner der Finalshow darf während des Lambertusmarktes im nächsten Jahr als Vorgruppe des Hauptacts vor tausenden Menschen auf der großen Bühne am Markt auftreten.

Obwohl die Open Stage jeder Form der Kunst eine Bühne bietet, waren es erneut zum großen Teil Musiker, die es in die Leonhardskapelle zog. Die Band "Frau Müller" aus Mönchengladbach hatte als erstes die Chance, das Publikum mit ihrem Sound zu begeistern, und wurde mit 19 von 25 möglichen Punkten belohnt. Als Nächstes trat der Kölner Sänger Kosja ins Scheinwerferlicht, er bekam acht Punkte. Hichame Bensaid, angehender Autor aus Aldenhoven, las im Anschluss das erste Kapitel seines Buches "Hannibal-Express oder Tagebuch eines Scheinasylanten". Es erzählt die Geschichte eines Flüchtlings aus Afrika, der den Kontinent durchquert und nun in Marokko vor den Toren Europas steht. Die Geschichte, beklemmend und dennoch lebensbejahend, wurde von den Zuschauern mit 17 Punkten bewertet. Als letzter Act vor der Pause eroberte die sechsköpfige Band "Antidepressiva" aus Grevenbroich die Bühne, die mit ihren Songs das Publikum begeisterte und 21 Punkte erreichte. Thorsten Schäper brachte das Publikum mit einer Mischung aus Comedy, Rezitation und Jonglage zum Lachen (18 Punkte). Der letztendlich größte Applaus gehörte allerdings "Miss She & the coconuts" - ein Heimsieg für die frisch gegründete Erkelenzer Band um Sängerin Steffie Heym, die bei der Open Stage ihren ersten gemeinsamen Auftritt feierte. Mit ihren Versionen von "Ain't No Sunshine", "Superstition" und "Rather Be" landeten sie mit 22 Punkten knapp vor "Antidepressiva".

Die Jury bei der Finalshow besteht aus Björn Harz von der Band Divine Zero, der Künstlerin Elke Bürger sowie Daniel Bongartz und Christoph Stolzenberger von der Kultur GmbH.

Quelle: RP
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