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Erkelenz
Magische Geschichte Seelenverwandter

Erkelenz: Magische Geschichte Seelenverwandter
Autorin Sylvia Ebeling und ihr Roman "Die zweite Hälfte". Entstanden ist ein 600 Seiten starkes Werk, das auch biografische Züge beinhaltet. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. In ihrem Roman "Die zweite Hälfte" hat Autodidaktin Sylvia Ebeling biografische Züge mit ihrer Fantasie verknüpft: 600 Seiten umfasst das Werk. Die Hobby-Autorin hat rund anderthalb Jahre an ihrem Werk gearbeitet. Von Nicole Peters

Es ist eine außergewöhnliche Beziehung, die die Protagonisten Karen und Ken haben: Sie oder vielmehr ihre Seelen kennen sich seit Jahrhunderten. In unterschiedlichen Rollen und Konstellationen sind sie sich immer wieder begegnet: als Vater und Tochter in einer Indianerfamilie in Nordamerika, als Ritter oder siamesische Zwillinge. Anderthalb Jahre hat Hobby-Autorin Sylvia Ebeling an ihrem Roman "Die zweite Hälfte" geschrieben - hat biografische Züge mit ihrer Fantasie verknüpft, was ihr jede Menge Spaß bereitet hat. 600 Seiten stark ist ihr Werk.

"Seit ich denken kann, wollte ich Romanautorin werden", erzählt sie über die Beweggründe und ihre Beziehung zur Literatur. Bereits im Alter von zehn Jahren begann sie, kleine Gedichte zu schreiben. Später kamen Kurzgeschichten dazu. "Das Lesen habe ich immer geliebt und Bücher regelrecht verschlungen." Mit Blick auf ihren Roman stellt sie fest, dass sie ihr Leben schreibend verarbeitet hat - Schönes und Erstaunliches. Dabei weist sie ausdrücklich darauf hin, dass die erotischen Beschreibungen nicht biografisch sind, sondern ihrer Fantasie entspringen.

Auf die Frage nach der nicht alltäglichen Annahme des Weiterlebens von Seelen, in anderen Menschen über Ländergrenzen hinweg, hat Ebeling mehrere Antworten. So mache sie sich allgemein viele Gedanken über Träume: etwa inwieweit Menschen in Träumen in Verbindung treten können. Stark beeinflusst haben sie eigene Träume, in denen sie Lottozahlen oder eine wegweisende Straßennummer sah und in der Realität bestätigt fand. Zudem seien ihre Gedanken von magischen Vorstellungen beeinflusst, die einen Ursprung in der Wiedergeburt bei Hinduismus oder Buddhismus haben. Ihre Romanfiguren stellen sich zunächst in ihren Träumen einander vor. Die Deutsche Karen ist drei Jahre älter als der Amerikaner Ken. Ihr Leben läuft zunächst in parallelen Erzählwelten, die die Autorin in normaler (Karen) oder kursiver (Ken) Schreibweise verdeutlicht. Bei einem zufälligen Treffen an einem Strand in Amerika reagieren beide zu zögerlich aufeinander und lassen so die Chance verstreichen, sich von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Dass es für beide schließlich zu einer gemeinsamen Beziehung in der realen Welt kommt, darf verraten werden.

Sylvia Ebeling lässt sowohl ihre Reisevorliebe für Nordamerika, ihr Interesse für die Kultur der Indianer, die Fluchtgeschichte ihrer Großmutter aus Ostpreußen als auch die Idee des Kennenlernens zweier Verliebter über elektronische Post einfließen. Der Titel "Die zweite Hälfte" bezieht sie dabei auf zwei Ansätze: Zum einen auf die griechische Sage vom Kugelmenschen, der entzweit wurde und sein Leben lang auf der Suche nach der anderen Hälfte ist. Zum anderen auf das Lebensalter: Vor allem in späteren Jahren intensiviert sich der Kontakt zwischen den beiden Liebenden Ken und Karen.

Quelle: RP
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