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Kultur-Tipps
Malerei, Musik und ein Ministermord

Kultur-Tipps: Malerei, Musik und ein Ministermord
Das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen eröffnet seine Ausstellungsreihe 2018 mit Malerei von Uschi Zantis (v.l.) und Karin Thiel sowie keramischen Arbeiten von Angelika Keller. FOTO: Künstlerforum Zweibrüggen
Erkelenz. Die Leseburg macht es möglich: Autor Andreas Kaminski kommt mit "Ministermord" nach Erkelenz. Außerdem eröffnet das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen seine Ausstellungsreihe 2018. Die Gregorian Voices gastieren in der Denkmalkirche Hückelhoven.

Einem beliebten Spruch zu Folge kehrt der Täter immer wieder zum Tatort zurück. Dies gilt auf jeden Fall für Andreas "Kriminalinski" Kaminski, der am Freitag, 23. Februar, nach Erkelenz kommt. Als Gast der Erkelenzer Leseburg wird er bei der 20. Auflage dieser beliebten Literaturreihe ab 19. 30 Uhr im Kö-Café an der Kölner Straße seinen Kriminalroman "Ministermord" vorstellen. Eine Kostprobe seiner humorigen und zugleich spannenden Texte hatte der Autor im Rahmen einer Gruppenlesung mit zwei Kurzgeschichten bei der 17. Erkelenzer Leseburg gegeben. Nachdem er im Herbst 2017 seinen Debütroman veröffentlicht hat, wird er nun als Solist das Publikum unterhalten. Die Leseburg-Organisatoren Jörg Grätz, Felix und Helmut Wichlatz sowie Kurt Lehmkuhl, sind davon überzeugt, dass ihr Gast das Publikum in seinen Bann ziehen kann, es zum Lachen, aber auch zum Schaudern bringt.

Andreas Kaminski ist 1969 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen. Mittlerweile lebt er in Cloppenburg. Der Betriebswirt ist Krimi-Fan und spät berufener Krimi-Autor. Der Besuch eines Schreibseminars im Mai 2011 hat ihn zum Schreibtischtäter gemacht. Seitdem schreibt er unter dem Pseudonym "Kriminalinski".

"Ministermord" liest sich wie eine Mischung aus Dorfkrimi und Politthriller. Hendrik (genannt "Pommes") Willen, ein geradliniger Dorfpolizist aus der Provinz, ermittelt widerwillig - denn er muss es auf eigene Faust tun - in der Landeshauptstadt. Dabei bekommt er es mit korrupten Politikern und deren willfährigen Handlangern zu tun. Im Krimi treffen Fiktion und Realität aufeinander: Der Autor verwickelt den Landwirtschaftsminister in einen Dioxinskandal, der sich 2010/2011 tatsächlich, aber in etwas anderer Form, zugetragen hat. So ist "Ministermord" ein Buch über Machtgier und Skrupellosigkeit, aber auch eines über den Mut zu moralischen Entscheidungen geworden.

FOTO: Lehmkuhl

Eintrittskarten für diese Lesung, die von der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg veranstaltet wird, sind in den Buchhandlungen Viehausen und Wild in Erkelenz, im Kö-Café und beim Team der Erkelenzer Leseburg erhältlich. Restkarten gibt es an der Abendkasse.

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Das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen eröffnet seine Ausstellungsreihe 2018 mit Malerei von Karin Thiel und Uschi Zantis sowie keramischen Arbeiten von Angelika Keller. Ihre Ausstellung zum Thema "Reflexionen" ist in der Zeit vom 25. Februar bis 25. März 2018 im Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Wie in den Vorjahren unterstützt die Sparkassen-Kunststiftung der Kreissparkasse Heinsberg sowie die Volksbank Heinsberg eG wieder die diesjährige Ausstellungsreihe und somit auch die aktuelle Ausstellung.

Diese erste Ausstellung ist wie in den vergangenen Jahren ausgewählten Werken von Mitgliedern des Künstler-Forums vorbehalten. Eine Besonderheit zeichnet diese Präsentation aber dadurch aus, dass als künstlerischer Berater der Träger des Übach-Palenberger Kunst- und Kulturpreisträgers Hermann-Josef Mispelbaum die Aufgabe übernommen hat, die Auswahl der Arbeiten zu treffen.

In seinen Einführungsworten zu dem Katalog zu dieser Ausstellung stellt Mispelbaum fest: "Es gibt Gemeinsamkeiten dieser Künstlerinnen: Sie sind alle Mitglieder im Künstlerforum, sie sind Autodidaktinnen, und sie sind seit fast 30 Jahren in der Kunst tätig." Die Ausstellung "Reflexionen" beginnt mit der Vernissage am Sonntag, 5. März, 11 Uhr im Schloss Zweibrüggen. Eine Einführung ins Werk der drei Künstlerinnen gibt Mispelbaum nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden des Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen, Professor Dieter Crumbiegel und Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg.

Die Vernissage wird musikalisch begleitet von dem in der Region bekannten Duo EigenARTs - das etwas andere Duo. Die beiden Musikerinnen - Waltraut Barnowski-Geiser, Texte, Musik, Gesang, und Beate Theissen, Arrangement und Klavier - sind inspiriert von Jazz-, Rock- und Klassischer Musik und haben einen individuellen StilMix kreiert.

Öffnungszeiten der Schau sind in der Zeit vom 25. Februar bis zum 25. März jeweils an den Sonntagen von 11 bis 18 Uhr und jeden Mittwoch von 16 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Mit ihrem Programm "Gregorianik meets Pop - Vom Mittelalter bis heute" gastieren die Gregorian Voices am Sonntag, 18. März, um 18 Uhr, in der evangelischen Denkmalkirche, Haagstraße.

Seit dem Frühjahr 2011 ist die Gruppe "The Gregorian Voices" wieder auf Tournee. Mit ihrem Leiter Georgi Pandurov und acht außergewöhnlichen Solisten tritt sie das Erbe des Männerchores "Gloria Dei" an. Ziel dieses Chors war die Wiederbelebung der Tradition der orthodoxen Kirchenmusik. Das Ensemble erhielt mehrere internationale Auszeichnungen.

Gekleidet in traditionellen Mönchskutten erzeugen die Sänger eine mystische Atmosphäre, die das Publikum auf eine Zeitreise durch die Welt der geistlichen Musik des Mittelalters führt - eine Klangwelt ohne zeitliche, religiöse, und sprachliche Grenzen. Mit seiner Stimmgewalt und vielen Solopassagen zeigen der Chor und seine Solisten, wie Gregorianik heute klingen kann: authentisch und dennoch zeitnah.

Quelle: RP
 
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