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Erkelenz
Markt unter dem Gedanken des Teilens

Erkelenz: Markt unter dem Gedanken des Teilens
Der Martinsmarkt zieht jedes Jahr mehr Besucher an. Angefangen hat alles im Jahr 2003 mit fünf Ausstellern, nach und nach kamen immer Neue hinzu. Sponsoren hat der Markt sogar in Brüggen. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Gestern fand in Matzerath der 12. Martinsmarkt zu Gunsten des Deutschen Kinderhospizvereins statt. Bei frühlingshaftem Wetter lockte ein vielseitiges Angebot zahlreiche Besucher ins Dorf. Schon 71.000 Euro gespendet. Von Katrin Schelter

Dass der Martinsmarkt zur Tradition geworden und fest im Matzerather Dorfleben verankert ist, bestätigte sich gestern, als es wieder einmal Besucher aus Nah und Fern zur mittlerweile 12. Auflage des Benefizmarktes rund um die Kapelle und den Dorfplatz zog.

Die Aussteller, die in den Straßen ihre Stände aufgebaut hatten, boten die verschiedensten Waren feil, handgefertigt oder aus eigenem Anbau, denn die Qualität spielt beim Martinsmarkt eine unvermindert große Rolle. So fielen den Marktbesuchern beim gemütlichen Schlendern über den Markt liebevoll gestaltete Handwerkswaren ins Auge, während die Gerüche von Kaffee und Glühwein, Backwaren und Reibekuchen in der Luft lagen. Und egal ob groß oder klein, jung oder alt, jeder konnte in dem breit gefächerten Angebot etwas finden: von Strickwaren, selbst gemachtem Schmuck und Weihnachtsdekorationen bis zu Gemälden und Skulpturen, Gewürzen, Likören und Leckereien war für jeden Geschmack etwas dabei. Bei den kleinen Kunden konnten vor allem handgefertigte Kuscheltiere punkten.

Wie in den Vorjahren sorgten Auftritte lokaler Größen auf der Bühne am Matzerather Maar sowie die große Tombola für das passende Rahmenprogramm und komplettierten das bunte Treiben und die gesellige Atmosphäre. Nach der offiziellen Eröffnung sorgten die St. Rochus-Musikanten und Op Kölsch für gute Stimmung, bevor am Nachmittag die Step Up Kids Schwanenberg, die "Acoustic Rock'n Oldies Morgentau", die Cusanus Big Band und "Die Mennekrather" die Bühne eroberten. Der Besuch von St. Martin stellte für viele Kinder den Höhepunkt dar, denn dieser hatte nicht nur eine gewisse Feierlichkeit, sondern auch jede Menge Weckmänner im Gepäck und zauberte den Kleinen damit ein Lächeln ins Gesicht.

"Wir sind sehr zufrieden", sagte Ida-Marie Moll, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Matzerath und Hauptorganisatorin des Martinsmarktes, der in diesem Jahr 57 Aussteller nach Matzerath lockte. Denn obwohl weniger Aussteller als im vergangenen Jahr teilnehmen konnten, wurde die Anzahl der Gewinne für die Tombola durch großzügige Spenden der Aussteller und Sponsoren aus dem weiten Umland fast verdoppelt. Somit steht durch die Einnahmen aus dem Losverkauf, den Standgebühren, dem Reibekuchenstand der Freiwilligen Feuerwehr und dem Kaffeezelt mit Kuchen der Matzerather Dorffrauen mehr Geld für den guten Zweck zur Verfügung.

Der gesamte Erlös des Martinsmarktes kommt erneut dem Deutschen Kinderhospizverein zu Gute. In den letzten elf Jahren haben die Matzerather insgesamt bereits über 71.000 Euro für Kinderhospize gesammelt.

Dagmar Michel, die als Stellvertreterin des Kinderhospizvereins vor Ort war, zeigte sich gerührt von dem Engagement: "Das ist eine tolle Sache, wir kommen gerne hier her. Die Bereitschaft der Menschen, sich für das Thema zu öffnen und zu helfen, ist sehr groß, und wir können der Dorfgemeinschaft nicht oft genug danken".

Quelle: RP
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