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Erkelenz
Marlies-Seeliger-Crumbiegel-Preis für kontrastierende Positionen

Erkelenz. Der Marlies-Seeliger-Crumbiegel-Preis 2016 wird an Sabine Jacobs (geb. 1966) und Ralf Wierzbowski (geb. 1964) verliehen. Die Jury des Preises 2016 - Prof. Dr. Wolfgang Becker, Gründungsdirektor des Aachener Ludwig Forums für Internationale Kunst in Aachen i.R., Dr. Annette Lagler vom Ludwig Forum Aachen und Hermann Josef Mispelbaum, Künstler aus Übach-Palenberg - wählte die beiden sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen aus mehr als 80 Bewerbungen aus.

Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Der Jury musste ein etabliertes und professionelles Werk vorgewiesen werden, das eine eigenständige Formensprache aufweist. Diese sollte aktuelle, gegenwärtige Ausdrucksformen mit gültigen Kriterien der Kunst verbinden, die sich vorübergehenden, tagesaktuellen Trends entziehen. Nachzuweisen war dies auch mit überregionalen Ausstellungen.

Zu Ralf Wierzbowski aus Aachen sagt Laudator Becker: "Die Bildwelt seiner Fantasie besteht aus Erinnerungen an eine niederdrückende Kindheit, aus Werken der Kunstgeschichte (er verarbeitet eine alte Sammlung von Diapositiven) und aktuellen politischen Bildern der Massenmedien, die ihn erregen und erschüttern."

Sabine Jacobs wird in der Schau die raumgreifende Installation "Fließ" zeigen, die von der oberen Galerie herab über den Köpfen der Betrachter schwebt. Eine Vielzahl von grünlich-blauen Streifen formt im luftigen Verbund eine Figur, die an einen mächtigen Fisch oder eine Welle erinnert. Sabine Jacobs studierte Formgestaltung an der Fachhochschule Aachen bei Professor Dr. Ulf Hegewald. Anfang der 1990er entwickelte sie ihr eigenständiges künstlerisches Konzept. "Ihre Beobachtungen von Naturphänomenen präzisiert sie oftmals zunächst in einer Vielzahl von Zeichnungen. Einzelne setzt Sabine Jacobs anschließend skulptural in hauchdünnen Drahtgeflechten und opaken Schichtungen aus Seidenpapier um."

Morgen ab 11 Uhr findet die Preisverleihung im Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg statt. Zugleich wird die Ausstellung zum Werk der beiden Preisträger eröffnet, die bis zum 15. Mai dauert. Öffnungszeiten der Schau sind freitags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Zusätzlich ist am Sonntag, 1. Mai, während der Kunst-Tour im Kreis Heinsberg von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
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