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Erkelenzer Land
Mehr Menschen mit Bussen erreichen

Erkelenzer Land: Mehr Menschen mit Bussen erreichen
Erkelenzer Land. Die 100-Tage-Bilanz des Erkelenzer Stadtbusses ist gut, lässt aber Platz für Optimierungen. Geprüft wird von den West-Verkehrsbetrieben ein weiterer Stadtbus für Hückelhoven. Optimiert wird ferner der Rad- und Freizeitbus. Von Andreas Speen

An einem durchschnittlichen Tag nutzen 120 Fahrgäste den Erka-Bus - gerne dürften es für den Anbieter, die West-Verkehrsbetriebe, etwas mehr Kunden sein, unzufrieden ist Geschäftsführer Udo Winkens in seiner 100-Tage-Bilanz dennoch nicht. Er sehe für den Erkelenzer Stadtbus die Chance, durch gezielte Werbung entlang der Strecke weitere Kunden für den ÖPNV zu gewinnen, so dass die erhofften 200 Fahrgäste pro Tag in Zukunft erreicht würden. Zwei Zahlen machen Winkens optimistisch.

Seit Dezember verkehrt der Erka-Bus in der Erkelenzer Innenstadt und verknüpft mit dieser zentrumsnahe Ortschaften wie Mennekrath, Borschemich (neu) und das Oerather Mühlenfeld. Aufgeteilt ist die Strecke in zwei Abschnitte, die montags bis freitags von frühmorgens bis abends im Stundentakt abgefahren werden. Während die Strecke über Borschemich (neu) früher bereits in das Liniennetz eingegliedert war und innerhalb einer Untersuchungswoche im März von 543 Fahrgästen befahren wurde, ist das Ziel des zweiten Streckenabschnitts neu. Erstmals erschließt ein Bus das Oerather Mühlenfeld, jedoch müssen die Verkehrsbetriebe laut Winkens dort ihr Angebot noch weiter bewerben. In der Untersuchungswoche fuhren lediglich 66 Kunden diesen Streckenabschnitt. Zuversichtlich stimmen die West-Verkehrsbetriebe die allgemeinen Reaktionen auf den Erka-Bus. Winkens wurde berichtet, "dass sich die Aufenthaltsqualität am Kölner Tor deutlich verbessert hat, seit dort der Kleinbus die vielen großen Busse ersetzt hat. Kunden haben uns auch zurückgespiegelt, dass sich die Luftqualität verbessert hat."

Der Erka-Bus-Fahrplan könnte im Dezember angepasst werden, kündigt Udo Winkens schon jetzt an, eine weitere Kundenreaktion aufgreifen zu wollen. Es werde geprüft, den Schulring aufzunehmen. Hückelhoven könnte zum Fahrplanwechsel ebenfalls von den ersten Erfahrungen aus Erkelenz mit einem Stadtbus profitieren. "Die Berechnungen laufen derzeit, ob wir in Hückelhoven ein ähnliches Angebot machen können", bestätigt Winkens auf Nachfrage der RP.

Seit einem Jahr machen die West-Verkehrsbetriebe den Fahrradfahrern im Kreis Heinsberg an Sonn- und Feiertagen das Angebot, auf einer Busstrecke zwischen Erkelenz und Geilenkirchen - über Wegberg, Wassenberg, Heinsberg und den Selfkant - Fahrräder in einem Anhänger mitzunehmen, um auf entlegenere Touren gehen zu können. Dieses Angebot wird ab dem 1. Mai optimiert. Gefahren wird mit einem kleineren Bus und neuen, leichter zu beladenden Anhängern. Eingebunden in die Linienführung wird zusätzlich der Effelder Waldsee. Zudem sollen Kinder bis 15 Jahre ihre Fahrräder kostenfrei mitnehmen können. Neben dem touristischen Angebot sei es auch Ziel des Radbusses, Neukunden für den ÖPNV zu gewinnen, heißt es von der West. "Und deshalb hat sich der Kreis Heinsberg entschlossen, den Kunden den Radbus ein weiteres Jahr anzubieten, obwohl die Fahrgastzahl 2014 noch nicht optimal war", sagt Winkens. Das Angebot müsse noch bekannt werden. Die Broschüre zum Rad- und Freizeitbus mit Abfahrtzeiten und Tourentipps liegt in allen Rathäusern aus.

Quelle: RP
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