| 00.00 Uhr

Erkelenz
Menschen in den Kontakt bringen

Erkelenz. 20-jähriges Bestehen hat die Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen in Erkelenz gefeiert - Selbstbestimmung und Mitbestimmung sind hier gelebte Realität, machte der Caritasverband deutlich.

Stellwände mit vielen Fotos von Ausflügen, Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern sowie zu Daten, Zahlen und Fakten machten deutlich, dass in der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen "Treffpunkt" in Erkelenz des Caritasverbands für die Region Heinsberg ein besonderes Ereignis gefeiert wurde: Die Einrichtung hat ihr 20-jähriges Bestehen begangen.

Begrüßt wurden die Gäste von Leiterin Brigitte Hoevel-Haberland, welche die 20 Jahre gemeinsam mit Ehrenamtlerin Bettina Sieben Revue passieren ließ. Auch wenn vieles passiert sei und sich vieles geändert habe, sei die Grundhaltung immer gleich geblieben, sagte Hoevel-Haberland. Jedem Menschen werde würdevoll und mit Respekt begegnet. Die Besucher würden sich für- und miteinander engagieren und ihre eigenen Fähigkeiten einbringen. "Somit ist Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Demokratie in der KBS gelebte Realität jeden Tag bis heute", sagte Hoevel-Haberland.

Zahlen und Fakten. Bis heute lernten elf Praktikanten die Arbeit in der KBS kennen. Zehn Kollegen waren tätig in der KBS, fünf im Knopfloch, dem Second-Hand-Laden der KBS. Es gab 1584 Frühstückstreffen, 19 Jahresausflüge, 20 Weihnachtsfeiern, 168 Sonntagstreffen und neun Neujahrsempfänge. Insgesamt wurden 240 Monatsprogramme erstellt und verschickt sowie ungezählte Beratungen und Gespräche geführt. Circa 70 Personen besuchen in einem Monat die KBS, und etwa 60 verschiedene Ehrenamtliche waren im Knopfloch und Fundus tätig. Derzeit sind 35 Ehrenamtliche in der KBS, beim Knopfloch und im Fundus aktiv.

Ihnen allen dankte Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbands. Mit der Eröffnung der KBS in Erkelenz im Jahr 1995 sei ein weiterer Baustein, neben der KBS in Heinsberg, des Sozialpsychiatrischen Zentrums (SPZ) im Kreis Heinsberg gelegt worden, erklärte er. Das SPZ bestehe heute aus den drei Kontakt- und Beratungsstellen Heinsberg, Erkelenz und Übach-Palenberg, dem Ambulanten Betreuten Wohnen, der Tagesstätte und dem Integrationsfachdienst. Die KBS Erkelenz habe viele Veränderungen im Laufe der Zeit erfahren. So sei man von der Brückstraße auf die Roermonder Straße gezogen. Der Name "Treffpunkt" sei jedoch geblieben und zum Programm für alle drei Kontakt- und Beratungsstellen geworden. "Immer schon war die Arbeit der KBS geprägt von Innen- und Außenaktivitäten", sagte Küppers. Psychisch kranke Menschen sollten am Leben in der Gesellschaft teilhaben. Deshalb sei in Erkelenz das "Knopfloch" ins Leben gerufen worden. Der Hintergrund sei gewesen, eine sinnstiftende Beschäftigung für Menschen, die aufgrund ihrer Krankheit es auf dem Arbeitsmarkt eher schwer hätten, anzubieten. "Es freut mich zu sehen, dass die Besucher sich dort so aktiv engagieren", betonte Küppers. Das Angebot sei eine Bereicherung der Arbeit der KBS und für die Besucher, aber auch für die Menschen, die hier günstig einkaufen könnten.

Maßgeblichen Anteil am Aufbau und der Etablierung der KBS Erkelenz habe Brigitte Hoevel-Haberland, erklärte Küppers. Sie habe die Einrichtung geprägt. Mit Nina Keirat stehe ihr heute eine weitere sehr gut ausgebildete und in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen sehr erfahrene Kollegin zur Seite. Mit Fach- und Sachverstand sowie Herz und Humor, immer die Bedürfnisse der Besucher und ehrenamtlichen Kollegen im Blick würden sie ihre Arbeit verrichten.

(ewl)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Erkelenz: Menschen in den Kontakt bringen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.