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Erkelenz
MHWirth setzt Wandel und Personalanpassung fort

Erkelenz. Die Marktlage in der Öl- und Gasindustrie bleibt weiterhin schwierig, erklärt das Erkelenzer Traditionsunternehmen MHWirth und bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass sich dies auf das Personal auswirken wird. 2016 war im Februar ein Abbau von bis zu 190 Stellen (von 570) verkündet worden, der schließlich etwas reduzierter ausgefallen war, wie Geschäftsführer Einar Brønlund im August des Jahres mitgeteilt hatte. Jetzt erklärt er: "Wir müssen unser Unternehmen und unsere strategische Ausrichtung an veränderte Marktbedingungen anpassen. Mit diesem Prozess haben wir im letzten Jahr begonnen, und uns steht jetzt eine weitere Etappe bei unserem grundlegenden Wandel bevor, der leider nicht ohne eine Personalanpassung von circa 40 Stellen verlaufen kann." Von Andreas Speen

Den betroffenen Mitarbeitern hat MHWirth wie im Vorjahr angeboten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. "Die möglichst sozialverträgliche Personalanpassung wurde wieder intensiv mit dem Betriebsrat verhandelt. Das gemeinsame Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des Standortes zu sichern und die dafür notwendigen Kompetenzen zu sichern. Wir haben dabei das Gesamtunternehmen im Blick, um die wirtschaftliche Existenz des Standortes Erkelenz zu sichern", erklärt Brønlund.

MHWirth richtet sich auf sich verändernde Marktanforderungen aus. "Die Marktlage in der Öl- und Gasindustrie bleibt weiterhin schwierig. 2017/2018 stabilisiert sich zwar die Nachfrage, sie erholt sich jedoch nicht kurzfristig im zweiten Halbjahr 2017, wie Marktanalysten im letzten Jahr angenommen hatten", berichtet Einar Brønlund. Als positives Signal sehe er aber in einigen Marktsegmenten eine geringfügige Belebung durch verstärkte Anfragen. "Zudem befinden sich unsere Märkte in einem bedeutenden Veränderungsprozess mit großen Finanz- und Technologieumbrüchen", auf die sich MHWirth ausrichte. "Zukünftiges Wachstum erfordert neue technologische Ansätze, zum Beispiel in der Automatisierung und besonders kosteneffiziente Produkte." Der Standort Erkelenz behalte dabei im Gesamtkonzern eine wichtige Position: "Insgesamt hat der in den letzten vier Jahren über 30 Millionen Euro in den Standort investiert. Auch 2017 investieren wir trotz des schwierigen Markts in Erkelenz - sowohl in Produktentwicklungen als auch in Modernisierungsmaßnahmen."

Quelle: RP
 
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