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Erkelenz
Micki Schlägers erster Auftritt mit den Höhnern in Köln

Erkelenz. Ein emotionaler Abend für den Erkelenzer.

Um kurz nach 22 Uhr betritt er zum ersten Mal Kölner Bühnen-Boden - im feinen schwarzen Anzug und zu den Klängen von "Schöne joode Morje" kommt Micki Schläger zu den anderen Musikern in der Kölner Philharmonie bei "Höhner-Classic" hinzu, stellt sich neben Band-Mitgründer Peter Werner, den er ab sofort ersetzen wird. Wenig später gehört die Bühne ganz ihm: "Ich habe diese Frau geliebt" spielt und singt Schläger ganz allein am Flügel, begleitet von der Jungen Sinfonie Köln. Kaum ist der letzte Ton verklungen, springen die rund 2000 Besucher von ihren Sitzen auf, spenden begeistert Beifall. Micki Schläger ist angekommen und angenommen - in Köln und in den Reihen der Höhner.

"Das kann man wirklich kaum in Worte fassen, sehr, sehr geil", ist der Erkelenzer Musiker nach seiner Premiere hocherfreut. Zu den ersten Gratulanten gehören Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und Dr. Joachim Wüst, Vizepräsident des Festkomitees Kölner Karneval. "Man wünscht sich immer, dass der Einstand so gelingt. Dass es dann wirklich so kommt, ist einfach perfekt", schildert Micki Schläger seine Eindrücke. Zuvor hieß es für ihn, noch einmal ordentlich warten. Den ersten Teil des Programms hatten die "alten" Höhner noch allein gespielt. "Geduld ist ja nicht meins", scherzt Schläger, "ich war da doch schon aufgeregt, aber wir haben uns hinter den Kulissen abgelenkt und auch einen großen Teil der Show vom Regieraum aus verfolgt."

"Das sind die Neuen", so kurz und bündig stellt Höhner-Frontmann Henning Krautmacher schließlich Schläger und den neuen Schlagzeuger Wolf Simon vor. Dann legen die Höhner in einmaliger, achtköpfiger Besetzung noch mal richtig los. "Viva Colonia" oder "Schenk mir Dein Herz" - die Kölner Philharmonie bebte regelrecht, bevor es dann doch noch einmal richtig emotional wurde: Denn der Anfang für Micki Schläger ist zugleich der Abschied von Peter Werner - nach 43 Jahren bei den Höhnern tritt er, gemeinsam mit Schlagzeuger Janus Fröhlich, in den Hintergrund. "Das war auch wirklich berührend, ich hatte richtig Gänsehaut", beschreibt Schläger diesen Moment. Als Abschiedsgeschenk überreichte die Band den beiden ihr eigenes Ebenbild als Marionetten-Puppe. Begleitet vom tosenden Applaus und mit ihren Figuren marschieren Werner und Fröhlich dann von der Bühne.

Das ganze Wochenende wird bei den Höhnern noch Einstand und Abschied gefeiert: Gestern Abend gab es die dritte und letzte Vorstellung in der Kölner Philharmonie, heute geht es in die Philharmonie nach Essen und am Sonntag wird in Bonn endgültig der Generationswechsel bei den Höhnern vollzogen. Restkarten gibt es jeweils an der Abendkasse.

(mp)
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