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Kreis Heinsberg
Mindestkosten: knapp 200 Euro

Kreis Heinsberg. Im optimalen Fall kommt der Hauseigentümer mit knapp 200 Euro davon – so viel kostet die bloße Dichtigkeitsüberprüfung. Dabei lässt die Fachfirma eine ferngesteuerte Kamera zur optischen Inspektion durch den Kanal fahren. Schäden müssen auf einem Datenträger (CD, Video) dokumentiert werden. Die Dichtigkeit kann im Zweifel auch mit Wasser oder Druckluft überprüft werden.

In vielen Fällen ist aber vor der Inspektion eine Reinigung des Abwasserrohrs nötig – schon wird's erheblich teurer. Erst recht, wenn Schäden ausgebessert werden müssen. Ein Bruch an nur einer Stelle kann noch relativ einfach zum Beispiel mit einer harzgetränkten Glasfaser-Manschette repariert werden.

Richtig ins Geld geht aber eine Komplett-Sanierung. "Pro Meter Kanalrohr muss man da schon mindestens mit 100 Euro rechnen", sagt Wilfried Welfers, der Leiter des Hückelhovener Tief- und Straßenbauamts. Sehr schwer sei es aber, konkrete Endpreise zu nennen. "Die variieren wirklich von Fall zu Fall, eine Faustregel gibt's da nicht."

Fakt sei aber sicherlich, dass die bis in die 70er Jahre verwendeten Steinzeugrohre ("Steinzeug ist ein keramikähnlicher Stoff") anfälliger seien als die seitdem dafür genutzten PVC-Rohre.

Übrigens: Andere Kommunen wie zum Beispiel die Stadt Radevormwald haben ihren Bürgern bereits die Möglichkeit angeboten, die nötigen Arbeiten über eine von ihr beauftragte Fachfirma ausführen zu lassen. Die Kosten tragen zwar auch hier die Hausbesitzer, doch die müssen sich in dem Fall nicht um alles selbst kümmern.

Quelle: RP
 
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