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Erkelenz
Ministerin stellt Landesergebnisse der Getreideernte vor

Erkelenz: Ministerin stellt Landesergebnisse der Getreideernte vor
Johannes Fritzen (Präsident der Landwirtschaftskammer NRW), Christina Schulze Föcking (NRW-Landwirtschaftsministerin), Karl van Bebber und Herbert Brockerhoff (beide RWG Rheinland). FOTO: Ruth Klapproth
Erkelenz. Christina Schulze Föcking zu Gast in Erkelenz: Landwirte litten im Frühjahr und Sommer 2017 unter ungünstigem Wetter.

Der Besuch der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking in Erkelenz war hochoffiziell. Mit Johannes Fritzen, dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer NRW, stellte sie im Agrarzentrum Erkelenz der Raiffeisen-Waren-Genossenschaft (RWG) Rheinland an der Tenholter Straße die Ergebnisse der Getreideernte 2017 vor.

Unterm Strich sei man mit einem blauen Auge bei Weizen und Gerste davongekommen, meinte Fritzen, derweil die Ministerin erläuterte, zumindest beim Winterweizen und bei der Wintergerste werde landesweit das Vorjahresergebnis knapp erreicht. "Im Vergleich mit anderen Bundesländern haben wir in NRW in den meisten Fällen aber noch Glück gehabt." Als gelernte Landwirtin hatte Schulze Föcking eine Erklärung für das Ernteergebnis: "Der Landwirt arbeitet mit der Natur. Am Wetter kann er nichts ändern." So war der Wetterverlauf in diesem Jahr insofern ungünstig, als dass es im Mai viel zu trocken und nach dem "Spargelsilvester", wie Fritzen sagte, ab dem Johannistag viel zu nass war. Dem Landwirt wäre eine andere Reihenfolge liebergewesen. "Vor allen die ungleiche Verteilung der Niederschläge hat dazu geführt, dass je nach Anbauregion gute und weniger gute Erträge erwirtschaften werden konnten." Für Fritzen sind die Wetterereignisse ein Zeichen des Klimawandels: "Er kommt nicht, er ist schon lange da."

Die Ministerin nutzte den Besuch in Erkelenz, um für die Landwirtschaft zu werben. Die Landwirte erzeugten gute Lebensmittel. Sie wolle vor Ort dafür sorgen, dass der Dialog mit den Bürgern wieder in Gang kommt. Jeder müsse den Wert der in NRW erzeugten Lebensmittel erkennen und lernen, sie wertzuschätzen. Das Agrarzentrum, das RWG-Sprecher Karl van Bebber und Vertriebsleiter Herbert Brockerhoff ihr und ihren Begleitern vorstellte, erfülle dabei eine wichtige Funktion: "Hier beginnt und endet der Prozess des Wachsens und Erntens." Von Saatgut bis zur Lagerung des Getreides sei es ein langer Weg, der hier beginne und ende.

Durchaus beeindruckt war Schulze Föcking von der modernen Anlage, die noch Kapazitäten frei hat. 2017 war, wie van Bebber erläuterte, das zweite Jahr in Folge, in der die Getreideernte im Rheinland hinter den Erwartungen zurückblieb. Da war es ihm und den Landwirten in der Region nur ein schwacher Trost, als er hörte, dass in NRW in diesem Jahr 3,76 Millionen Tonnen Getreide geerntet wurden, das seien 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich der RWG Rheinland waren es 20.000 Tonnen weniger gewesen.

(kl)
 
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