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Erkelenz/Mönchengladbach
Mit Drogenplantagen gescheitert

Erkelenz/Mönchengladbach: Mit Drogenplantagen gescheitert
Verhandelt wurde der Fall vor dem Mönchengladbacher Landgericht. FOTO: Raupold (Archiv)
Erkelenz/Mönchengladbach. Angeklagten-Trio hatte in der Gerderather Mühle, in einem Maisfeld bei Effeld und in Hückelhoven versucht, Drogen anzubauen. Die Polizei konnte fast alle Pflanzen sicherstellen. Jetzt sprach das Mönchengladbacher Gericht das Urteil. Von Ingrid Krüger

Nach einem wochenlangen Prozess hat die Erste Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts jetzt die Urteile verkündet. Wegen Beihilfe zum Drogenhandel in mehreren Fällen hat das Gericht einen Niederländer (41) zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Dessen 29-jährige Lebensgefährtin, die Mutter einer gemeinsamen Tochter ist, sowie ein 31 Jahre alter Rumäne erhielten wegen des gleichen Delikts eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Die beiden Mitangeklagten des Niederländers müssen die Strafen nicht verbüßen. Die Erste Strafkammer setzte sie zur Bewährung aus.

Zu Prozessbeginn hatte das Angeklagten-Trio zum persönlichen Hintergrund bereitwillig Angaben gemacht. Doch allein der Rumäne hatte zum Anklagevorwurf ausgesagt. Danach war klar, dass die Angeklagten in unterschiedlicher Beteiligung versucht hatten, mit illegalen Drogenplantagen an Geld zu kommen. Unter dem Namen der mitangeklagten Freundin hatte der 41-Jährige, ein gebürtiger Roermonder, einen Club in Erkelenz angemeldet. Als die erhofften Gewinne ausblieben, sei man auf die Idee mit der Drogenplantage in den Räumen des Gerderather Clubs gekommen. Die Damen wurden entlassen.

Der 31-jährige Rumäne, der auch bisher im Baugewerbe gearbeitet hatte, war für den Umbau verantwortlich. Er übernahm schließlich auch die Pflege der Pflanzen. Am Ende musste der Rumäne die Pflanzen jedoch vernichten. Ein Mitwisser habe versucht, die Plantagenbauer zu erpressen. Auch eine dilettantische Plantage in einem Effelder Maisfeld endete ohne Ertrag, weil die Pflanzen vertrockneten. So hatte sich der Rumäne erinnert. Auch für einen Plantagenbau in Hückelhoven soll der 31-Jährige verantwortlich gewesen sein. Gerätschaften und Pflanzen soll ein holländischer Shop geliefert haben. Das Mönchengladbacher Gericht glaubte den überzeugenden Erklärungen des Rumänen.

Am Ende der Anbauversuche waren übrigens fast alle Cannabispflanzen von der Polizei sichergestellt worden. In einem Fall hatte außerdem ein Einbruch die Plantagenbauer um das Ergebnis ihrer Bemühungen gebracht.

Quelle: RP
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