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Erkelenz
Mittelalterlich handeln rund um die Burg

Erkelenz: Mittelalterlich handeln rund um die Burg
Stilecht gewandet saßen Mitglieder der Veytaler Ritterschaft vor ihren Zelten und stärkten sich für die "Burg-Weihnacht", die wieder zalreiche Besucher anzog. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. Waschechte Mittelalter-Atmosphäre zwischen Rittern, Edeldamen und zahlreichen Köstlichkeiten lockten zum Adventsmarkt auf die Erkelenzer Burg. Von Katrin Schelter

Bei der Wanderung durch das Zeltlager am Fuße der Burg liegt der herbe Geruch von Rauch und Met in der Luft. Ritter in eindrucksvollen Rüstungen, edle Burgfräulein sowie mittelalterliche Musik perfektionieren die Kulisse und versetzen uns zurück in die Zeit vor mehr als 500 Jahren.

Auch in diesem Jahr luden die Freunde der Burg Erkelenz und die Veytaler Ritterschaft am ersten Adventswochenende zur "Burg-Weihnacht" vor historischer Kulisse. Der mittelalterliche Adventsmarkt lockt von Jahr zu Jahr mehr Besucher, von denen einige auch eine weite Anreise in Kauf nehmen, zum Spektakel rund um die Erkelenzer Burg. Die diesjährige Auflage bot wie gewohnt alles, was das Herz des Mittelalterfans begehrt: Von Bogen, Schild und Schwert für das Waffenarsenal des tüchtigen Ritters über selbstgefärbte Wolle und Schmuck für das Gewand der Edeldame bis hin zu epochengemäßen Alltagsgegenständen wie handgeflochtenen Körben und vor den Augen des Publikums geschmiedeten Kesseln war an jeder Ecke ein neues Angebot aus längst vergangenen Zeiten zu entdecken.

Komplettiert wurde der Markt durch "magische" Vorführungen der Wanderhexen und des Hofmagiers, der die kleinen Besucher mit seinen Tricks in die grenzenlose Welt der Zauberei entführte. Wer von all diesen Eindrücken einmal eine kurze Pause wollte oder einfach nur Schutz vor der Kälte suchte, fand im Inneren der Burg Zuflucht im Rittersaal. Dort herrschte stilechtes "Burggefühl" und bei prasselndem Kaminfeuer, begleitet von Met und Bier, entstanden freundschaftliche Gespräche. Diejenigen, die vor ein wenig Höhe nicht zurückschreckten, wagten den Aufstieg auf die Burg, von wo aus sie einen herrlichen Ausblick über Erkelenz sowie das neue Schutzdach der Burg aus nächster Nähe bewundern konnten. Begleitet wurde die gesamte Veranstaltung von den Livebands "Satyrias" und "Vrevel".

"Burgherr" Peter Fellmin, Vorsitzender des Vereins Freunde der Burg Erkelenz, und sein Kumpan Norbert von Thule, Schwertmeister der Veytaler Ritter, waren wieder einmal sehr zufrieden mit dem großen Interesse an ihrer Veranstaltung. "Wir sind froh, den Bürgern und den überregionalen Besuchern etwas bieten zu können, dass bei ihnen so gut ankommt, und auch das Wetter hat mitgespielt", sagte Fellmin. Er lobte auch die Musiker, die viele Hunderte von Besuchern mit ihrer Livemusik trefflich unterhielten: "Das sind zwei wirklich hervorragende Bands, die hier für ausgesprochen gute Stimmung gesorgt haben".

Zwischen den Freunden der Burg und den Veytaler Rittern sei in den vergangenen fünf Jahren eine gute und starke Freundschaft entstanden. Der einzige Wermutstropfen der diesjährigen Veranstaltung war, dass sie nicht wie sonst mit dem Nikolausbesuch und dem verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt zusammenfiel. Nichtsdestotrotz fanden die Besucher nur lobende Worte für die "Burg-Weihnacht".

Das war auch Peter Fellmin nicht entgangen: "Viele wollten unbedingt das neue Burgdach sehen, die Resonanz war einfach überwältigend", freute er sich. Die Organisatoren sind allein dadurch fest überzeugt, dass sich die Mengen an Herzblut, Schweiß und Zeit, die sie in die Burgfeste investieren, mehr als auszahlen.

Für die Zukunft wünscht sich Fellmin allerdings noch eins: engagierten Nachwuchs, der genau wie er für die Erhaltung und Würdigung der Erkelenzer Burg brennt.

Quelle: RP
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