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Erkelenz
Musik für Kinder in Indien und Brasilien

Erkelenz. Beim Benefizkonzert "Circle One" im Cusanus-Gymnasium traten sechs junge Bands auf.

Eine typische Schulveranstaltung sieht anders aus. Laute Musik von Rock über Hardcore bis hin zu Metal ist aus dem Cusanus-Gymnasium zu hören. Rund 400 Jugendliche, darunter auch ehemalige Schüler des Gymnasiums, verbringen den Freitagabend beim "Circle One" - und unterstützen gleichzeitig Projekte für Kinder in Indien und Brasilien.

Ermöglicht wurde die Benefizaktion, die zum 16. Mal stattfand, von der "Eine-Welt-AG" und dem ehemaligen Schüler Heiko Hilgers, der das Konzert seit fünf Jahren organisiert und auch als Ansprechpartner für die Bands fungiert. "Es ist uns wichtig, jungen Bands die Möglichkeit zu geben vor einem größeren Publikum aufzutreten", erklärte Heiko Hilgers. Da es sich um eine Benefizveranstaltung gehandelt hat, haben die Musiker keine Gage bekommen. Eine Belohnung gab es aber trotzdem: einen Kasten Bier.

In diesem Jahr haben sich rund 20 Musikgruppen beworben - nur sechs davon konnten ihr Können letztendlich im Cusanus-Gymnasium unter Beweis stellen. Die Band "Gaes" (Metal/Hardcore) eröffnete das Konzert. Anschließend gaben "Line 418" (Rock), "Never Back Down" (Hardcore), "Fuse" (Alternative), "Flake" (Post Punc) und zum Abschluss "Left the suffering behind" (Metalcore) ihre Songs zum Besten. Bei der dritten Band "Never Back Down" handelt es sich um einen Ersatz für die Gruppe "Scruffyheads". Ihr Auftritt musste abgesagt werden, da der Sänger aufgrund eines Arbeitsunfalles verhindert war.

"Das 'Circle One' dient auch als Treffpunkt für ehemalige und jetzige Mitglieder der 'Eine-Welt-AG'", sagte Bruno Bürger, der eigentlich schon pensioniert ist, sich jedoch immer noch freiwillig in der Schul-AG engagiert. Bei diesem Benefizkonzert handelt es sich nur um eine von vielen Aktionen der "Eine-Welt-AG", die es bereits seit 36 Jahren gibt. Am Samstag, 27. Februar, hielten 15 Oberstufenschüler der Arbeitsgemeinschaft eine Gegendemo gegen Rechts ab, wo sie sich mit einem Transparent für fremde Kulturen aussprechen. Außerdem arbeitet die AG mit der Flüchtlingsinitiative "Willkommen in Erkelenz" zusammen. Jeden Mittwoch besuchen Mitglieder der AG wie Dewi Hadisoetanto den Verein, um Kinder mit der neuen Kultur vertraut zu. "Wir versuchen den Kindern, auf spielerische Art und Weise die Angst vor fremden Kulturen zu nehmen", erklärte Dewi Hadisoetanto, die seit vier Jahren in der "Eine-Welt-AG tätig ist. Ein weiterer Beweis für das Flüchtlingsengagement ist die Spende über 4000 Euro an den Verein.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch im nächsten Jahr Musik für den guten Zweck zu hören sein wird. In den letzten Jahren habe das Interesse stets zugenommen, so Bruno Bürger. "Das Publikum wird immer durchmischter, manche Besucher kommen sogar jedes Jahr wieder. Lediglich von den umliegenden Schulen könnte das Interesse größer sein", stellte er fest.

(nise)
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