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Erkelenz
Musikalischer Genuss bei "Maria im Advent"

Erkelenz. Der Cornelius-Burgh-Chor und das Blockflötenensemble St. Helena Rheindahlen gaben ein Adventskonzert. Von Katrin Schelter

Unter dem Titel "Maria im Advent" hat der Cornelius-Burgh-Chor ein Konzert in der katholischen Pfarrkirche St. Pauli Bekehrung in Lövenich gegeben. Zusammen mit dem sechsköpfigen Blockflötenensemble St. Helena aus Rheindahlen, das unter der Leitung von Andrea Richter steht, wurde den rund 150 Gästen ein wunderschönes Konzert in der Vorweihnachtszeit geboten.

Nach dem musikalischen "ersten Streich", der "Intrada Quarta" von Johann Christoph Demantius, folgte die offizielle Eröffnung und Begrüßung durch den Chorsprecher Robert Klein und Pfarrer Dr. Roland Scheulen. Der erste Teil des Adventskonzertes begeisterte das Publikum mit gesanglichen Leckerbissen begnadeter Barockkomponisten: "Dixit Maria" von Hans Leo Hassler, "Übers Gebirg Maria geht" von Johann Eccard, und Andreas Hammerschmidts "Machet die Tore weit". In einem kurzen Intermezzo richtete Pfarrer Scheulen einige besinnliche Worte zum Thema Advent an die Anwesenden, außerdem war das Instrumentalstück "Sonata V" in d-Moll von Joseph Bodin de Boismortier zu hören. Der zweite Block des Konzertes war verstärkt den Komponisten der Romantik gewidmet. Zu den präsentierten Liedern gehörten unter anderen "Der englische Gruß" von Johannes Brahms, Heinrich Kaminskis "Maria durch ein Dornwald ging" sowie "Kommt und lasst uns Christus ehren" von Michael Praetorius. Im Schlussteil sangen und spielten Chor, Ensemble und die Gemeinde zusammen die Lieder "O Heiland, reiß die Himmel auf", "Es kommt ein Schiff geladen" und, nach einem Schlusswort und Segen von Pfarrer Scheulen, "Tochter Zion".

Der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, bestehend aus mehr als 50 Mitgliedern aus Erkelenz und der Umgebung, überzeugte beim Adventskonzert wieder einmal auf ganzer Linie. Das ausgesprochen hohe gesangliche Niveau der Sänger und die prachtvolle Kulisse und Akustik der Lövenicher Kirche sorgten für eine feierliche Atmosphäre. Auch Dirigent Reinhold Richter, seit 2014 Leiter des Chores, war mit dem Konzertabend sehr zufrieden. "Der Chor hat ein sehr gutes Fundament und Stimmvolumen, und die gemeinsame Arbeit macht wirklich viel Spaß", bestätigte er. Beachtlich sei vor allem die kurze Zeit, die der Chor gebraucht habe, um sich mit den immer mittwochs stattfindenden Proben auf das Adventskonzert vorzubereiten. "Das Programm war nicht einfach, da fast alle Stücke neu waren. In dem relativ kurzen Zeitraum von Ende September bis zum Konzertabend haben wir die Stücke ohne weitere Sonderproben eingeübt. Das ist schon eine sehr gute Leistung", lobte Richter. Bernd Finken, seit rund drei Jahren Mitglied des Cornelius-Burgh-Chores, freute sich über die Arbeitsatmosphäre in diesen Proben: "Die Schulung, die man als Laie bekommt, empfinde ich als sehr professionell - hier mitsingen zu dürfen und gemeinsam solche Konzerte auf die Beine zu stellen, ist ein schönes Gefühl."

Die gesammelten Spenden des Adventskonzertes kommen gedrittelt dem Chor, dem Blockflötenensemble und einem karitativen Kirchenprojekt in Sri Lanka zu Gute.

Quelle: RP
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