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Erkelenz
Mystische Geschichte um Jugendfreunde

Erkelenz: Mystische Geschichte um Jugendfreunde
Debütautorin Andrea Rings bezeichnet sich selbst als echtes Landkind. So beschreibt sie auch die Natur in ihrer Geschichte eindrucksvoll. FOTO: RUTH KLAPPROTH
Erkelenz. Ihren preisgekrönten Roman "Parkour" präsentierte die Jugendbuchautorin Andrea Rings in der Erkelenzer "Leseburg". Von Laura Dohmen

Wenn Andrea Rings von Leo, Sunna, Natalie und Anton redete, hätte man fast meinen können, sie kenne diese Jugendlichen persönlich. Selbst mystische Träume und geheime Botschaften der vier wirkten in ihren Erzählungen in den alten Gemäuern der Erkelenzer Burg ganz normal. Einen spannenden Abend lang nahm die Jugendbuchautorin das Publikum in der "Leseburg" mit in die Geschichte ihres Debütromans "Parkour", der auch viele erwachsene Anhänger gefunden hat. Die spannende Geschichte um Freundschaft, Abenteuer und Mystisches passte gut in die Kulisse der geschichtsträchtigen Gemäuer.

Das Konzept der nunmehr vierten Leseburg fand auch bei den Zuhörern Anklang. In den Mauern der Erkelenzer Burg bekommen Autoren in schöner Atmosphäre die Gelegenheit, ihre Werke vorzustellen. Gleichzeitig unterstützt das Publikum einen guten Zweck. "Der Erlös kommt dieses Mal dem neu gegründeten Verein für Flüchtlingshilfe 'Willkommen in Erkelenz' zugute", erklärte der Moderator des Abends, Kurt Lehmkuhl.

Eher "ungewöhnlich" war allerdings der Einstieg ins Buch, wie die in Mönchengladbach lebende Autorin selbst befand. In einem Gedicht, an dem sie beinahe zwei Monate gearbeitet hat, gibt sie vage Hinweise auf den Verlauf ihrer Geschichte. "Der Leser soll hier noch im Dunkeln tappen", erklärte Rings augenzwinkernd. Die Neugier ihres Publikums hatte sie mit den geheimnisvollen Hinweisen auf Hoffnung und mögliche Gefahren aber längst geweckt.

Mit einem Sprung aus dem Fenster der Hauptfigur Leo, der begeistert die Sportart Parkour betreibt, warf die Autorin ihr Publikum mitten in das rasante Geschehen des Romans, aus dem sie ausschnittsweise vorlas.

Dass sich die Zuhörer mit der Geschichte sofort identifizieren konnten, lag vor allem an der genauen Charakterisierung der Personen im Roman. Rings' Gespür für Situationen und die empathische Beschreibung der Protagonisten ließ die Geschichte schnell greifbar werden.

Auch wie diese Ideen entstanden sind, verriet die Autorin stellenweise. "Ich arbeite viel mit Bildern" sagte sie und zeigte auch während der Lesung Fotos von Personen und Hunden, die sie beim Schreiben inspiriert haben.

Inzwischen wurde ihr Buch nicht nur mit dem Chicken House Preis ausgezeichnet. "Der Goldene Pick" für Debütautoren war in einem Schreibwettbewerb ausgeschrieben. "Wir haben auch einen eigenen Filmtrailer über den Roman gedreht", erklärte Rings stolz und denkt schon weiter: "Momentan habe ich viel mit Öffentlichkeitsarbeit zu tun. Aber ein zweites Buch würde ich schon gern schreiben."

Quelle: RP
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