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Erkelenz
Neu eröffnet

Erkelenz: Neu eröffnet
Viele Besucher überzeugten sich schon am Eröffnungstag von der Idee des neuen Interkulturellen Ateliers. In Kürze sollen die verschiedenen Angebote und auch Öffnungszeiten entwickelt werden, um die Räume an der Südpromenade 15 mit möglichst viel Leben zu füllen. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. Das Interkulturelle Atelier an der Südpromenade 15 ist nun eröffnet. Kunst, Kommunikation, Austausch und Vernetzung stehen dabei im Vordergrund. Von Anke Backhaus

"Für die Arbeit mit den Flüchtlingen gibt es keine Blaupause." Wilfried Mercks, der Geschäftsführer des Vereins "Willkommen in Erkelenz" (WiE), weiß genau, dass viel Improvisation gefragt ist. In den vergangenen Monaten war WiE damit allerdings sehr erfolgreich. Nun ist ein weiteres Kapital hinzugekommen - an der Südpromenade 15 hat der Verein nun das Interkulturelle Atelier eröffnet.

Entstehen soll in naher Zukunft ein Raum für künstlerische Freiheit, Kommunikation, Austausch und Vernetzung. "Hier bieten sich großartige Chancen auf kleinstem Raum", warb Mercks bei der Eröffnung für diese gute Idee. Im Interkulturellen Atelier sollen in der Hauptsache die Menschen an erster Stelle stehen, die nach dramatischen und vor allem traumatischen Fluchterfahrungen hierzulande ein neues Leben aufbauen. Mit dem rund 60 Quadratmeter großen Atelier will der Verein WiE eine Brücke bauen. Angesprochen werden sollen zunächst Frauen und Kinder, die das Atelier mit viel Leben füllen sollen. Mit diesem neuen Projekt, so Mercks weiter, wolle man Hemmschwellen abbauen. Mit niederschwelligen Angeboten soll es demnächst möglich sein, dass sich im Atelier verschiedene Kulturen kennenlernen und dass sich so das Verständnis füreinander entwickelt.

Wilfried Mercks dankte besonders den Menschen, die sich auf unterschiedliche Art und Weise für die Realisierung des Projektes eingesetzt haben. Vor allem nannte er Sigrid Lütters, die im vergangenen Herbst die Idee zur Eröffnung eines Interkulturellen Ateliers hatte. Schnell, so Mercks, habe man interessante Gespräche geführt, schnell seien weitere Akteure gefunden worden, um die Idee zu unterstützen. Einer dieser Akteure war sogleich zur Eröffnung erschienen - Bildhauer Michael Franke, der in Erkelenz unter anderem "Die Lesenden" an der Stadtbücherei und den "Franziskus" am Franziskanerplatz gesorgt hat.

Der Verein "Willkommen in Erkelenz" freut sich auch im Zusammenhang mit dem neuen Interkulturellen Atelier an der Südpromenade über das Engagement der Ehrenamtler, die sich um die Besucher kümmern werden. Derzeit geht es in erster Linie darum, eine Art Stundenplan aufzustellen, welches Angebot und welche Aktion an bestimmten Tagen und zu speziellen Zeiten stattfinden. Wilfried Mercks: "Dieses Projekt ist sicherlich ambitioniert, aber es verdient, unterstützt zu werden." So schlug er den Bogen zur Metro-Gruppe, die für eine große Überraschung in den Reihen des Erkelenzer Vereins gesorgt hat, denn zur Eröffnung des Ateliers gab es einen Spendenscheck in Höhe von 9960 Euro - mit dem Geld soll die Miete (zunächst für ein Jahr) finanziert werden. Den Kontakt stellte eine Ehrenamtlerin von WiE, Anja Müller, die für die Metro-Gruppe arbeitet, her.

Wie es hieß, habe die Metro-Gruppe im Oktober die Spendenaktion vor dem Hintergrund gestartet, da in der Nähe der rund 300 Märkte bundesweit eben auch Flüchtlingsunterkünfte sind. Die Metro-Gruppe wolle dazu beitragen, die Grundversorgung der Menschen sicherzustellen, und zwar unter anderem mit Hygieneartikeln, aber auch mit Sprachkursen und weiteren Angeboten, um den schwierigen Start in Deutschland zu erleichtern. "Es ist an der Zeit, die Perspektive zu wechseln und den Flüchtlingen Zeit und ein Lächeln zu schenken, denn das ist in jeder Sprache gleich", sagt die Metro-Gruppe.

Quelle: RP
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