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Erkelenz
Noch viel Arbeit im Feuerwehrmuseum

Erkelenz: Noch viel Arbeit im Feuerwehrmuseum
Edith Schaaf, die Präsidentin des Feuerwehrmuseums, inmitten der nach wie vor verhüllten Exponate. FOTO: UWE HELDENS
Erkelenz. Vor acht Monaten richtete ein Feuer großen Schaden im Rheinischen Feuerwehrmuseum in Lövenich an. Im April sollte der Museumsbetrieb weitergehen. Die Stadt Erkelenz nennt nun den Herbst als möglichen Wiedereröffnungstermin. Von Anke Backhaus

Die Fahrzeuge stehen kreuz und quer in der Ausstellungshalle, Exponate wie die uralten Feuerlöscher stehen auf dem Boden, andere sind notdürftig mit Plastikfolien verhüllt, der Spielbereich der Kinder ist bis auf das große Feuerwehrauto zum Klettern leer. Die Szenerie im Rheinischen Feuerwehrmuseum ist trist. Die Nacht vom 20. auf den 21. November hat gewaltige Spuren hinterlassen. Vor acht Monaten sorgte ein Brand, der in der Werkstatt im rückwärtigen Bereich des Feuerwehrmuseums ausgebrochen war, für enorme Schäden.

Bis April sollten alle notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein - an diesem Termin sollte nämlich eigentlich das 40-jährige Bestehen des Vereins Rheinisches Feuerwehrmuseum gefeiert werden. Immerhin: Sichtbare Spuren des Feuers gibt es nicht mehr, denn die Sanierung ist weitgehend abgeschlossen. Die zahlreichen weiteren Dinge, die noch erledigt werden müssen, ehe das Museum seinen Betrieb wieder aufnehmen kann, treiben Edith Schaaf die Sorgenfalten ins Gesicht. "Die Werkstatt ist komplett ausgebrannt, hier gibt es nicht mal mehr einen Schraubenzieher", sagt sie.

Im Grunde wäre der Schaden viel kleiner ausgefallen, wären die Wände der Werkstatt komplett bis an die Decke hochgezogen gewesen - nach oben hin waren bislang die Seiten zur Halle und zum Spielbereich offen, so dass sich der Schaden ausgebreitet hat. Edith Schaaf: "Erhalten blieb das große Spielzeugfeuerwehrfahrzeug, auf das die Kinder klettern können. Aber die Einrichtung und die Einsatzkleidung für die Kinder sind hinüber." Hinüber waren auch alle Fenster (Einfachverglasung) in der Halle. Die Stadt Erkelenz hat dafür gesorgt, dass es nun eine Doppelverglasung gibt.

Indes war eine Spezialfirma damit beschäftigt, die alten Löschfahrzeuge zu reinigen. Für sie will Edith Schaaf eine neue Anordnung in der Halle schaffen. Dafür ist sie auf Hilfe angewiesen. Besonders die Jugendfeuerwehrleute der Löschgruppe Lövenich gehen ihr dabei zur Hand, wenn es darum geht, die Fahrzeuge zu versetzen. Benötigt wird dazu auch das Equipment des Bauhofes.

Edith Schaaf hält sich zurück, einen Termin für die Wiedereröffnung zu nennen. Dagegen hat die Stadt Erkelenz schon eine Vorstellung. "Es ist wichtig, dass das Inventar wieder an den richtigen Platz kommt. Der Stadt Erkelenz ist daran gelegen, zügig heranzugehen, so dass möglicherweise im Herbst der Museumsbetrieb wieder aufgenommen werden kann", erklärt dazu Erster Beigeordneter Dr. Hans-Heiner Gotzen. Die Stadt ist Eigentümerin des Gebäudes und Inventars.

Quelle: RP
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