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Erkelenz
Auf acht Rollen nach Erkelenz

400 Skater machen Halt an der Neusser Skihalle
Erkelenz. Drei Tage lang rollten die Teilnehmer der sechsten NRW-Inlinetour durch die Lande. Am Samstag machten sie nach ihrer zweiten Etappe Station am Erka-Bad. Die Stimmung der 320 Teilnehmer bei Sommerwetter war rundum prima. Von Laura Dohmen

Zuerst war es laute Musik, die die riesige Menschentraube ankündigte. Dann hörte man allmählich Jubel und Stimmengewirr, bevor schließlich das gleichmäßige, tiefe Brummen der Inlineskates auf dem Pflaster die Geräuschkulisse untermalte. Rund 320 Sportler rollten aufs Gelände des Erka-Bades zu. Damit beendeten sie die zweite Etappe der NRW-Inlinetour, deren Organisatoren froh waren, Erkelenz erneut als Station nutzen zu können.

Das Konzept der Tour ist denkbar einfach. Von Freitag bis Sonntag rollen die Teilnehmer gemeinsam durch die Region und legen täglich etwa 80 Kilometer zurück. Gestartet sind sie in Düsseldorf, die Endstation steuerten sie gestern Abend in Krefeld an. Wer nicht die gesamte Tour fahren wollte, konnte auch an einzelnen Tagesetappen teilnehmen.

"Die Städte, die wir anfahren wollten, standen schon im September fest", erklärte Pressesprecher Claus Vogel, "die Strecke haben wir uns dann später überlegt". Gemeinsam mit Andreas und Tanja Ullrich (Skateschule NRW) sowie Sven Scharfschwerdt hat er die Tour organisiert.

"Die Zusammenarbeit mit der Stadt Erkelenz war völlig unkompliziert", lobte Vogel. Daher seien die Veranstalter froh gewesen, erneut mit der Stadt kooperieren zu können. Die war ebenfalls erfreut. "Es ist schon ein Event der besonderen Art, bei dem man so viele Skater an einem Fleck findet", zeigte sich der stellvertretende Bürgermeister Walter von der Forst beeindruckt.

Höhepunkt der zweiten Etappe war der Speedway Terra Nova bei Bergheim. Auf der ehemaligen Abräumtrasse ist etwa 7,5 Kilometer lang spiegelglatter Asphalt, so genanntes "Black Ice", verbaut worden. "Da konnten die Teilnehmer Vollgas geben", schilderte Vogel. "Manche sind mit 35 Kilometern pro Stunde vornweg gefahren." Das sei sonst nicht möglich.

Das Zusammenfahren von 320 Sportlern erfordert eine gute Organisation. So fuhr vor der Gruppe der "Partybus" und sorgte nicht nur für die Streckenführung, sondern mit lauter Musik auch gleich für gute Unterhaltung. Den Abschluss des Zuges bildete ein "Besenwagen", der Rucksäcke und bei Bedarf auch übermüdete Teilnehmer transportierte. Für Sicherheit sorgten Arbeiter-Samariterbund und Polizei.

Ein Profi müsse man nicht sein, um an der Tour teilzunehmen, betonte Vogel. Die meisten stehen aber doch häufiger auf Inlineskates und sind entsprechend trainiert. Dennoch war die Freude am Samstagabend groß, als Bänke, Hotdogs und kühle Getränke zur Verfügung standen. Wer noch letzte Kraftreserven mobilisieren konnte, nutzte das Außenbecken des Erka-Bades, das eigens zu diesem Zweck zur Verfügung stand. Andere bezogen ihre Quartiere, wahlweise in umliegenden Hotels oder der Erka-Sporthalle, oder sie ließen den Abend bei Musik und Getränken ausklingen.

Die Zwischenbilanz nach der Tour am Samstag war jedenfalls positiv. Die Teilnehmer lobten durchweg die Organisation. Und die Organisatoren selbst freuten sich besonders über das, was auch bei sorgfältiger Planung nicht in ihrer Hand liegt. "Das Wetter war fast ideal", befand Vogel, "letztes Jahr hatten wir drei Tage Regen, da haben wir jetzt mehr Glück."

Quelle: RP
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