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Erkelenz
"Oktoberfest ist einfach eine Gaudi"

Erkelenz: "Oktoberfest ist einfach eine Gaudi"
4000 Menschen besuchten das Kuckumer Oktoberfest. Die Veranstaltung wird komplett ehrenamtlich organisiert. "Wir sind am absoluten Rande unserer Kapazitäten", sagt Brudermeister Hans-Josef Dederichs. FOTO: Jörg Knappe
Erkelenz. Bereits zum 28. Mal kam in Kuckum Wiesn-Stimmung auf: Im blau-weiß-geschmückten Festzelt herrschte bayerische Gemütlichkeit pur. Die St. Antonius Schützenbruderschaft als Veranstalter freut sich über einen neuen Besucherrekord. Von Philipp Schaffranek

Für Lutz Jakobs ist es der erste Besuch auf dem Kuckumer Oktoberfest. Trotzdem kann der 52-Jährige aus Holtum sagen, warum das bayerische Volksfest auch am südlichen Niederrhein so beliebt ist wie nie. Denn Jakobs ist begeisterter Oktoberfestgänger. "Ich finde, Oktoberfest ist einfach eine Gaudi", sagt er. Und nicht nur einfach irgendeine Gaudi: "Es gibt ein ganz anderes Flair."

Durch die Trachten, das Weißbier und die bayerischen Spezialitäten gebe es bei Oktoberfesten eine ganz andere Stimmung, als bei den üblichen Feiern in der Region. Kaum einer der zum Oktoberfest nach Kuckum kommt, trägt keine Tracht. Im blau-weiß-geschmückten Zelt herrscht bayerische Gemütlichkeit pur. "Man kann richtig aus dem tristen Alltag rauskommen", sagt Jakobs, der einen guten ersten Eindruck vom Kuckumer Oktoberfest hat.

Bereits zum 28. Mal kam in Kuckum Wiesn-Stimmung auf. Das Fest der St.-Antonius-Schützenbruderschaft ist über die Jahre stetig gewachsen. Auch in diesem Jahr gab es einen neuen Rekord. Schon wenige Wochen nach dem Start des Kartenvorverkaufs war das Oktoberfest ausverkauft. Das war bereits im Sommer. Rund 4000 Menschen besuchten das Oktoberfest in diesem Jahr. "Wir sind damit am absoluten Rande unserer Kapazitäten", sagt Brudermeister Hans Josef Dederichs. Denn das Fest wird komplett ehrenamtlich organisiert, und auch der Festplatz lässt ein noch größeres Zelt nicht zu. Mittlerweile helfen auch die Fußballer des SV Niersquelle Kuckum tatkräftig mit.

Zum Oktoberfest gehört natürlich auch der Fassanstich. Normalerweise ist das in Kuckum die Aufgabe von Erkelenz' Bürgermeister Peter Jansen. Doch der hatte sich gemeinsam mit Jürgen Frantzen, Bürgermeister aus Titz, überlegt, Landrat Stephan Pusch zu überraschen. Dieser sollte in diesem Jahr das Fass anstechen. Pusch wusste bei seiner Ankunft im Festzelt noch nichts von seinem Glück. "Warum nicht", habe er sich dann aber gedacht, sagt Pusch nach dem erfolgreichen Fassanstich - schließlich sei er Hobby-Zimmerer. Zwei Schläge brauchte er. Einen mehr als Bürgermeister Jansen im letzten Jahr.

Auch musikalisch ist das Kuckumer Oktoberfest stilecht. Bis zum Fassanstich spielte der Musikverein aus Rath-Anhoven. Mit Märschen und Polkas, wie der "Böhmische Traum", empfingen sie die zahlreichen Besucher, die das Zelt schon um 20 Uhr gut füllten. Nach dem Fassanstich begann dann der Auftritt der Band "Original Wällster Bayern-Power". Die Band um Bandchef Jürgen Völkler ist schon seit den Anfangsjahren immer wieder einmal Gast beim Kuckumer Oktoberfest. Die bayerische Band begann zünftig mit Liedern von den Schürzenjägern, "Alpenrock" oder dem österreichischen Marsch "Dem Land Tirol die Treue". Zu später Stunde wechselte die Band dann auch einmal zu bekannten Pop-Liedern.

Quelle: RP
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