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Erkelenzer Land
Partnerstädte: Konservative und Macron-Partei

Erkelenzer Land: Partnerstädte: Konservative und Macron-Partei
In der Wassenberger Partnerstadt Pontorson, auf dem Foto das Rathaus, setzte sich bei den Stichwahlen Bertrand Sorre von der Bewegung/Partei "République en Marche" an die Spitze. FOTO: spe
Erkelenzer Land. Die Partei "République en Marche" (Republik in Bewegung) des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron siegte im zweiten Wahlgang zur französischen Nationalversammlung in den Partnerstädten von Hückelhoven und Wassenberg. Von Willi Spichartz

In der Erkelenzer Partnerkommune setzte sich der konservative Kandidat Guenhael Huet an die Spitze, in Breteuil und Pontorson waren es die REM-Kandidaten Bruno Le Maire und Bertrand Sorre.

Bruno Le Maire konnte in Hückelhovens Partnerkommune Breteuil im Departement Eure in der Normandie-Mitte im zweiten Wahlgang 105 Stimmen dazugewinnen, erreichte 647 und damit 56,90 Prozent. Gegenkandidatin Fabienne Delacour vom rechtsextremen Front National gewann 110 Stimmen dazu auf 490 und erreichte damit 43,10 Prozent der abgegebenen Voten. Die Wahlbeteiligung sank im Verhältnis zum ersten Wahlgang eine Woche zuvor von 46,27 auf 41,57 Prozent, 140 Wahlberechtigte von insgesamt 2978 blieben zusätzlich den Urnen fern. Geht man von den Wahlberechtigten aus, erreichte Le Maire einen Anteil von 21,73 daran und Delacour von 16,45 Prozent - ein im ganzen Land sichtbarer Trend zur Wahlenthaltung, 56,9 Prozent der abgegebenen Stimmen sind gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten her eben nur 21,73 Prozent.

Ähnliche Ergebnisse zeigten sich in Wassenbergs Partnerstadt Pontorson im Departement Manche in der Südnormandie, wo Bertrand Sorre von der REM mit 786 Stimmen 59,01 Prozent der Wahlbeteiligten erzielte, Guenhael Huet von Le Républicains (Konservative) erreichte mit 546 Stimmen einen Anteil von 40,99 Prozent. Sorre gewann gegenüber dem ersten Wahlgang 110 Stimmen dazu, Huet sogar 163. In Pontorson sank die Wahlbeteiligung von 50,40 auf 44,80 Prozent, das waren 183 weniger. Gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten von 3270 erreichte Sorre mit seinen 786 Stimmen ein knappes Viertel, Huet ein Sechstel. In der Erkelenzer Partnerstadt St. James, ebenfalls Departement Manche, konnte Guenhael Huet die Reihenfolge gegenüber Bertrand Sorre drehen und sich an die Spitze setzen mit 50,72 Prozent gegenüber 49,28. Huet erhielt 806, Sorre 783 Stimmen von 1704 abgegebenen. Die Wahlbeteiligung lag bei 3601 Wahlberechtigten bei 47,32 Prozent, im ersten Wahlgang waren es noch 53,18 Prozent gewesen. Sorre zog für seinen Wahlkreis direkt ins französische Parlament ein, nach dem Wahlsystem bleiben die Unterlegenen draußen. Reservelisten der Parteien wie in Deutschland, über die mehr als die Hälfte der Kandidaten in Bundes- oder Landtag kommen, gibt es in Frankreich (und in England) nicht. Auch Bruno Le Maire lag im gesamten Wahlkreis in Eure deutlich vor Fabienne Delacour und hat damit einen Sitz in der Nationalversammlung.

Quelle: RP
 
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