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Erkelenz
Piraten rüsten sich für Wahlen

Erkelenz. Für die nordrhein-westfälische Landtagswahl am 14. Mai und Bundestagswahl im September hat die Piratenpartei Kandidaten aufgestellt und präsentiert. Von Kurt Lehmkuhl

"Ein Wahlkreis ohne Gesicht ist ein verlorener Wahlkreis." Dies sagt Norbert Boxberg, der für die Piratenpartei als Direktkandidat im südlichen Teil des Kreises Heinsberg bei der Landtagswahl antritt. Für zweiten Wahlbezirk im Kreis Heinsberg haben die Piraten den 25-jährigen Elektrokonstrukteur Dennis Crakau nominiert. Es sei für seine Partei selbstverständlich gewesen, am 14. Mai in jedem Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen einen Kandidaten präsentieren zu können, erläutert der 71-jährige Boxberg aus Wegberg bei der Mitgliederversammlung, bei der die Piratenpartei ihren Direktkandidaten im Kreis Heinsberg für die Bundestagswahl aufstellen wollte. Als einziger Bewerber für diese Kandidatur stand Kai Boxberg aus Wegberg, 18-jähriger Schüler am Cusanus-Gymnasium in Erkelenz, zur Wahl.

Doch noch gilt die Konzentration der Piraten dem Bemühen, am Sonntag, 14. Mai, erneut in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen. "Der Wahlkampf ist im Kreis Heinsberg eher schleppend", räumt der Sozialpädagoge Boxberg ein. "Anderswo ist das anders, etwa in Aachen, wo das Interesse an der Piratenpartei und die Diskussionsbereitschaft der Wähler mit den Kandidaten viel größer sind." Es falle schwer, mit den Leuten in Kontakt zu kommen. Das ändere sich allenfalls, wenn die Piraten an Podiumsdiskussion teilnehmen. Dann sei auch die Bereitschaft von Zuhörern da, anschließend mit den Piraten zu sprechen.

Boxberg sieht seine Partei bei einem "Neustart". Es habe Turbulenzen und Wechsel bei den Personen gegeben. Doch jetzt seien die Internas geregelt. Die Piraten seien gut aufgestellt und sie seien "die einzige Partei, die die Zukunft sieht". Die anderen Parteien würden dagegen nur auf aktuelles Geschehen reagieren. Ein Grundanliegen sei für die Piratenpartei das bedingungslose Grundeinkommen.

Die Aufstellungsversammlung in Erkelenz nutzte die Piratenpartei, um mit dem Erkelenzer Klima-Tisch in Kontakt zu treten. Andreas Schulflitz erläuterte die Anstöße zur Energie- und Umweltpolitik, die der Klima-Tisch in Erkelenz gegeben habe, Boxberg will nun Möglichkeiten ausloten, um bei bestimmten Themen und Aktionen zusammenarbeiten zu können.

Quelle: RP
 
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