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Erkelenz
Piraten - verrückt und unterhaltsam

Erkelenz: Piraten - verrückt und unterhaltsam
Einfach mal verrückt sein. Piraten dürfen das. Derzeit laufen die Proben auf Hochtouren, denn schon bald gehen die Jugendlichen der evangelischen Kirchengemeinde mit ihremTheaterstück "Riders on the Storm" auf die Bühne. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Junge Schwanenberger bringen diesmal Klamauk auf die Bühne. "Riders on the Storm" feiert am 16. September Premiere. Von Philipp Schaffranek

Wirtin Teufelsgertrud ist bestürzt: "Das darf doch nicht wahr sein." Sie hat gerade erfahren, dass Käpt'n Gunpowder und seine Mannschaft vor der Küste Anker geworfen haben. "Das riecht nach Ärger, jo", weiß der schon leicht beschwipste Kneipenbesucher Hinnerk. Kurz darauf steht Käpt'n Gunpowder dann auch schon in der Spelunke. Gekommen ist er nicht ohne Grund. Gerade haben die Jugendlichen des Theaterprojekts der evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg diese Szene geübt. Die Gruppe, die aus den Konfirmanden der letzten beiden Jahre besteht, wird das Theaterstück "Riders on the Storm - Das Geheimnis der Papageieninsel" von Gabriele Seba aufführen. Pfarrer Robin Banerjee hat das Stück leicht überarbeitet. Gemeinsam mit Felix Wilms leitet er das Theaterprojekt. Seit acht Monaten übt die Gruppe schon, um das Piratenabenteuer aus dem 18. Jahrhundert überzeugend auf die Bühne zu bringen.

"Das Stück ist nur Klamauk", sagt Robin Banerjee. Damit wird das Theaterprojekt nach vielen ernsten Stücken, wie "Das Tagebuch der Anne Frank" oder "Die Welle", nun etwas ganz anderes aufführen. "Riders on the Storm" ist leichter Stoff, der auf eine durchgedrehte Handlung mit verrückten Charakteren setzt. Das Stück beinhaltet alles, was eine unterhaltsame Piratengeschichte benötigt: Entführungen, ein Rennen um einen Schatz, Intrigen und Liebe. "An sich ist das ein verrücktes Stück. Mit der Gruppe macht das viel Spaß", sagt Florian Peppler, einer der junge Schauspieler.

Den Jugendlichen ist klar, dass leichterer Stoff nicht ganz einfach zu spielen ist. Es fiel nicht allen sofort ganz leicht, auf Kommando verrückt zu sein. "Wir wurden ja dazu aufgerufen", sagt Lina Eigelshoven. Damit das Publikum bestens unterhalten werde, müssten alle Einsätze zur richtigen Zeit kommen. Auch wenn die geprobte Szene schon gut aussah, müsse an einigen Stellen noch an der Textsicherheit gearbeitet werden. Schwierig sei auch zu klären, wer zu welchem Zeitpunkt wo steht. "Das fällt schwer bei den Proben im Gemeindehaus", sagt Banerjee. Wenn die Gruppe demnächst auf der Bühne probt, werde aber auch das besser. Dort sollen die 16 Jugendlichen endgültig in ihre Rollen schlüpfen.

Doch es wird nicht nur geschauspielert. In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen, um das Publikum bestens zu unterhalten. An einigen Stellen besitzt das Stück Tanzeinlagen. Dafür haben die Jugendlichen zusammen mit Angela Kus und Sabrina Lederhuber vom Ballett-Studio Schwanensee in Schwanenberg Tänze eingeübt. Die Musik zu den Tanzeinlagen wird dann Cusanus-Musiklehrer Thorsten Odenthal gemeinsam mit Mitgliedern der Schulbigband live auf der Bühne spielen. Das gab es noch nie beim Theaterprojekt.

Es wird also eine bunte Theateraufführung. Dafür sorgt auch das Bühnenbild, das die Eltern der Konfirmanden gebastelt haben. "Das Theaterprojekt bringt die Gemeinde zusammen", sagt Banerjee. Und die Jugendlichen dürften in diesem Jahr "legal verrückt sein".

Quelle: RP
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