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Erkelenz
Planungswerkstatt zur Zukunft am Tagebau Garzweiler II

Erkelenz. Stadtplaner denken mit Erkelenz, Jüchen, Mönchengladbach und Titz über die Zukunft am Tagebau nach. Bürger bekommen am 7. September einen Einblick.

In einer Planungswerkstatt erarbeiten die Tagebaurandgemeinden Jüchen, Mönchengladbach, Erkelenz und Titz in der nächsten Woche mit Experten Ideen für ein "Drehbuch", wie die Region zukunftsfähig entwickelt werden kann. Für die Öffentlichkeit gibt es am Mittwoch, 7. September, die Möglichkeit, Einblick in die Planungswerkstatt zu nehmen.

In einer intensiven Arbeitsphase sollen verschiedene Planungsbüros und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenkommen. Im Ergebnis sollen in einem "Drehbuch" die landschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und städtebaulichen Entwicklungen der Tagebauregion zunächst bis zum Zeithorizont 2035 mit Projektideen und Maßnahmen umfassend betrachtet werden. In Zukunft wollen sich die in einem informellen Planungsverband zusammengeschlossenen vier Kommunen in weiteren Schritten mit der Fortentwicklung des Tagebaus bis zum Jahr 2080 und darüber hinaus beschäftigen. Unterstützt werden sie vom Duisburger Büro plan B, Christian Jürgensmann, sowie in der Planungswerkstatt von weiteren Stadtplanern. "Mit der Werkstatt sollen die unterschiedlichen Vorstellungen, Visionen, Wünsche, Forderungen und Hoffnungen in einem Handlungsrahmen miteinander in Beziehung gesetzt werden und in eine Art ,Drehbuch' münden, welches Grundlage für die planerischen Schritte der ersten Staffel bis 2035 sein soll", erklärt Christian Jürgensmann in einer Pressemitteilung der Stadt Mönchengladbach, auf deren Stadtgebiet die Planungswerkstatt zusammenkommt.

Einen ersten Eindruck von den Ideen, wie sich die Tagebauregion künftig entwickeln könnte, können sich die Einwohner und Politiker am Mittwoch, 7. September, ab 18 Uhr im Rittergut in Mönchengladbach-Wanlo verschaffen. Für sie gibt es beim sogenannten Schulterblick die Möglichkeit, sich über die Arbeit zu informieren, sich mit Ideen einzubringen und sowohl mit den Planern als auch den Vertretern der Kommunen das Gespräch zu suchen. "Mit dem Planungsprozess und dem zu erarbeitenden Entwicklungskonzept nutzen die vier beteiligten Kommunen des informellen Planungsverbandes Garzweiler die Chance, die Leitplanken ihrer räumlichen Zukunft in interkommunaler Abstimmung gemeinsam und selbstbestimmt zu setzen. Damit übersetzt der Planungsverband die entsprechenden Vorgaben seitens des Landes und der Bezirksregierungen an die Raumentwicklung, die zunehmend eine interkommunale Abstimmung zur Begründung von Flächenansprüchen voraussetzt, proaktiv und leistet einen beispielhaften Beitrag für eine integrierte und interkommunal abgestimmte Entwicklung über viele administrative Grenzen hinweg", erklärt Dr. Reimar Molitor aus dem Vorstand der Vereins "Region Köln/Bonn". Und Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners betont: "Ich bin überzeugt, dass wir uns mit diesem Prozess auf einen Weg für eine positive Zukunft machen und mit diesem Planungsverband sehr gute Chancen haben, tolle Ideen zu entwickeln. Für deren Umsetzung erwarte ich, dass wir Gehör finden, insbesondere beim Land und bei den planenden Behörden, so dass uns zur Begegnung der negativen Folgen zum einen die Planungsvorstellungen anerkannt werden, zum anderen aber auch die Finanzmittel als Strukturhilfe zur Verfügung gestellt werden."

Quelle: RP
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