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Erkelenz
Positive Stimmung bei Raiffeisenbank

Erkelenz: Positive Stimmung bei Raiffeisenbank
Die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank sorgte für zufriedene Gesichter - und das nicht nur bei den Vorständen Walter Steinbusch (l.) und Bruno Kasper (2.v.r.). FOTO: RP-FOTO UWE HELDENS
Erkelenz. In der Vertreterversammlung blickte die Raiffeisenbank Erkelenz auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Die Bilanzsumme konnte auf 269 Millionen Euro, der Überschuss auf knapp 630 000 Euro gesteigert werden. Von Willi Spichartz

Zufriedenheit drückt sich in Stimmung und auch in Stimmen aus: Die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Erkelenz, Sitz in Lövenich, segnete sowohl das Jahresergebnis 2014 wie auch die Personalvorschläge von Aufsichtsrat und Bank-Vorstand ab. Die Bilanzsumme konnte auf 269 Millionen, der Überschuss auf 629 058,43 Euro gesteigert werden - und an die Mitglieder eine Dividende von fünf Prozent ausgeschüttet werden. So hatte die Zufriedenheit auch die entsprechenden Zahlen.

Aufsichtsratsvorsitzende Angela Peschen hatte eingangs in der Stadthalle die 86 anwesenden und stimmberechtigten Vertreter begrüßt, unter den Gästen der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen und den Linnicher Amtsbruder Wolfgang Witkopp, in dessen Stadt die Bank drei Filialen unterhält.

Bankvorstand Walter Steinbusch wartete mit positiven Zahlen auf, wenn auch nicht alle selbstgesetzten Ziele erreicht wurden. Der Bilanzüberschuss wird zu fünf Prozent an 8386 Mitglieder im Jahr 2014 verteilt, Kunden hat die Raiffeisenbank im "ländlich geprägten Raum", so die Selbsteinschätzung, rund 20 000, die von 95 Mitarbeitern in 14 Filialen betreut werden.

Zuwächse listete Steinbach für beide Seiten der Bilanz auf: Die Kundenforderungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 151 Millionen Euro, die Kundeneinlagen erhöhten sich um zwei Prozent auf 204 Millionen Euro.

Die anhaltende Niedrigzinsphase mache auch den Genossenschaftsbanken zu schaffen, die europäische Staatsschuldenkrise verunsichere die Kunden zusätzlich - von daher waren vor allem schnell verfügbare und sichere Anlagenformen gefragt. Im Dienstleistungsbereich habe sich vor allem der Versicherungssektor positiv gezeigt, aber auch das Bauspar- und das Wertpapiergeschäft. Walter Steinbusch kritisierte allerdings auch die EU mit ihrer Bankenrettungsstrategie über einen Fond, in den auch die deutschen Genossenschaftsbanken einzahlen müssten, obwohl gerade deren Geschäftsgrundlagen Crashs wie bei den Großbanken systemisch verhindern würden.

Dennoch sei die ländliche Bank auch wieder als Sponsor in Erscheinung getreten, indem 60 000 Euro an viele gemeinnützige Einrichtungen im Geschäftsgebiet vergeben wurden.

Walter Steinbuschs Vorstandskollege Bruno Kasper legte die Entwicklung für das erste Halbjahr 2015 vor, in dem sich die positiven Entwicklungen in allen Bereichen fortgesetzt hätten, erklärte Kasper. Die Mitglieder-/Eigentümerzahl stehe derzeit bei 8464, das sei ein Viertel der Bevölkerung im Geschäftsgebiet.

Auch den Umsiedlungsprozess durch die Braunkohle begleite die Genossenschaftsbank, indem in den neuen Umsiedlungs-Orten wie Borschemich und Immerath neue Filialen errichtet werden, die Hauptstelle in Lövenich werde renoviert und erweitert.

Quelle: RP
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