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Erkelenz
Premiere für Band-Wettbewerb geglückt

Erkelenz: Premiere für Band-Wettbewerb geglückt
Matti Müllers, 18-jährige Abiturient des Cornelius-Burgh-Gymnasiums, sang in der Erkelenzer Stadthalle selbst komponierte Stücke. Der Wettbewerb war sein erster größerer Auftritt. FOTO: Jörg Knappe
Erkelenz. Sechs Bands traten in der Erkelenzer Stadthalle zum ersten "Open(f)air"-Bandcontest an. Es siegten Musiker aus Niederkrüchten. Von Daniela Giess

Gegen das Lampenfieber kann man wenig tun. Matti Müllers weiß das. Der 18-jährige Abiturient des Cornelius-Burgh-Gymnasiums absolviert an diesem Abend seinen größten Auftritt. Beim Premieren-Band-Wettbewerb des Vereins "Open(f)air" steht der junge Mann aus Erkelenz auf der Bühne der gut gefüllten Stadthalle. Im Publikum: Eltern, zwei Brüder, Onkel, ehemalige Lehrer und Schulkameraden.

Am Nachmittag war Soundcheck. Matti Müllers singt selbst komponierte Stücke, begleitet sich dazu auf der Gitarre. "Alles tutti frutti" heißt der Song, den er seiner Mutter gewidmet hat. Der handelt von einer positiven Lebenseinstellung, dem Rat, alles ein bisschen lockerer zu nehmen. "Du und ich" erzählt von dem Wunsch, die Traumfrau zu erobern, von der Liebe auf den ersten Blick. Schon seit acht Jahren greift Matti Müllers in die Gitarrensaiten. In der Rheinischen Post las er von dem Aufruf an junge Bands und Musiker, sich für den musikalischen Wettstreit zu bewerben. "Ich habe unter anderem ein YouTube-Video von mir eingeschickt", erinnert er sich. Große Chancen rechnete sich der junge Erkelenzer aber nicht aus. "Schließlich sind viele gute Bands dabei." Die kommen aus Bielefeld ("Falling Bricks"), Niederkrüchten ("Mosquito Punch"), Mönchengladbach ("Doppelgarage"), Jüchen ("Callum Lawson") und dem Kreis Heinsberg ("Last Diary"). Nur etwa die Hälfte der Bewerbungen konnten die Veranstalter berücksichtigen.

Die Besucher stimmen mit ihren Eintrittskarten für ihren musikalischen Favoriten ab. Der Gewinn für den Sieger des gut besuchten Wettbewerbs: eine professionelle Tonstudio-Aufnahme im Wert von 1000 Euro, gesponsert von ARAG-Hauptgeschäftsstelle in Mönchengladbach.

Alternativer Rock, Metal Punk, Skate Punk, Singer-Songwriter-Klänge, Blues und Funk - die künstlerische Bandbreite der Beteiligten bietet für viele Geschmäcker etwas. Moderatorin und "Open(f)air"-Vorstandsmitglied Frauke Krichels-Mahler stellt die Teilnehmer auf der Bühne vor. Dabei wird sie unterstützt von Jan Kleen als Co-Moderator, der an diesem Abend aus Wilhelmshaven angereist ist. "Hand in Hand gegen Intoleranz" heißt sein Projekt, mit dem er eine Lanze brechen möchte für die Integration von Menschen mit Behinderung. "Einfach klasse" findet der 22-Jährige aus dem hohen Norden die Auftaktveranstaltung in der Erkelenzer Stadthalle. Und weiter: "Zusammen zu feiern, ist wichtig." Deshalb haben die Organisatoren aus der Booking-Abteilung von "Open(f)air" bei der Wahl des Auftrittsortes darauf geachtet, dass es zum Beispiel eine ebenerdige Erreichbarkeit und eine Behinderten-Toilette gibt. Ökologie und Nachhaltigkeit haben sich die Veranstalter ebenfalls auf die Fahnen geschrieben.

Bereits im Vorfeld des Wettbewerbs konnten sich die Teilnehmer einen Stimmen-Bonus im Internet sichern. Videos, mit denen die Musiker vorgesellt wurden, waren in den sozialen Netzwerken zu sehen. Knapp durchsetzen konnte sich am Ende des Abends, inklusive der Internetstimmen, "Mosquito Punch".

Quelle: RP
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