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Erkelenz
Putzmuntere Kaninchenschau

Erkelenz: Putzmuntere Kaninchenschau
Sophie (sechs Jahre) und Emely (sieben) locken die rotbraunen Hasenkaninchen aus ihrer kleinen Hütte. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Der Zuchtverein R8 Kückhoven stellt in gemütlicher Atmosphäre seine besten Rammler aus. Der Hermann-Herbergs-Wanderpokal geht an Stefan Görtz. Von Paula Meyersieck

Es raschelt und knistert überall, als sich zur Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins R8 Kückhoven in der herbstlich dekorierten Kückhovener Mehrzweckhalle 54 Kaninchen der 20 Vereinsmitglieder den kritischen Augen der Preisrichter Burkhard Pütz aus Eschweiler und Norbert Kött aus Krefeld stellen. Rammler verschiedener Größen, Farben und Rassen sitzen ruhig in ihren Käfigen, rasen im Gehege umher oder fressen das liebevoll angerichtete Futter.

Klaus Stumm, Ausstellungsleiter und zweiter Geschäftsführer von R8 Kückhoven, erklärt: "Der Verein wurde 1922 gegründet, und schon seitdem ist das Wichtigste der Spaß an der Rasse und am Wettbewerb. Was ich dabei besonders genieße, sind die Freundschaften, die ich durch verschiedene Ausstellungen deutschlandweit geknüpft habe." Bei solchen Ausstellungen seien verschiedene Faktoren von Bedeutung, meist hingen diese auch von der Kaninchenrasse und -farbe ab, aber generell könne man sagen, dass bei der Bewertung zum Beispiel Körperform und -bau, die Farbe und Qualität des Felles, die Stellung der Ohren, das Gewicht, der reinrassige Stammbaum und generell das gepflegte Äußere eine große Rolle spielen. "Ich bin schon 43 Jahre im Verein und genieße die Kaninchenzucht sehr", fügt sein Bruder Bruno Stumm, der 53-jährige Kassierer und Jugendleiter des Vereins, hinzu.

"Morgens und abends füttere ich meine Tiere und versuche besonders abends, ausgewogenes Futter für sie zu machen", erzählt Stumm. Und das anscheinend nicht umsonst: Sein Rammler der Rasse "Zwergwidder wildfarben" wird mit 290,0 Punkten und der Landesverbandsmedaille zum besten Tier der Show ausgezeichnet. Ebenfalls wird er damit Vereinsmeister. Sein Bruder geht auch nicht leer aus: Er sichert sich mit seinem "Marburger Feh" den zweiten Preis, punktgleich mit zwei anderen Züchtern, deren Tiere allesamt 289,5 Punkte erhalten. Den Wanderpokal, der nach dem verstorbenen Ehrenmitglied Hermann Herbergs benannt ist und auf die drei besten Rammler und die drei besten Häsinnen ausgespielt wird, kann Stefan Görtz' "Hasenkaninchen rotbraun" für ein Jahr erringen.

Am Ende der emotionalen Preisverleihung bedankt sich Heinz-Peter Rau, der zweite Vorsitzende, ganz herzlich bei den Mitgliedern, die wieder eine glanzvolle Show auf die Beine gestellt haben, und ermutigt alle Züchter, weiter ihrem Hobby zu frönen, damit die Veranstaltung in diesem Rahmen dem Dorfgeschehen erhalten bleibe. Und Bruno Stumm fügt zum Abschluss mit einem Schmunzeln die kleine Werbung für seinen Verein hinzu: "Bei uns können alle Interessierten ab sechs Jahren gerne vorbeischauen, jeder ist willkommen."

Quelle: RP
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