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Erkelenz
Rasant und prächtig - "Wenk" mit starkem Sessionsfinale

Erkelenz. Die Kostümsitzung der Karnevalsgesellschaft "Venroder Wenk" läutete die Sessionszielgerade ein. Der Saal war voll, und es herrschte beste Stimmung. Von Anke Backhaus

Tulpensonntag in den Abendstunden. Das kleine beschauliche Venrath wird mal wieder zum jecken Epizentrum. Der Saal Lanfermann-Oellers ist bereits proppenvoll, eigentlich braucht das bewährte Duo "Op Kölsch" gar nicht so viel Aufwand, um den Saal in Stimmung zu bringen. Und nebenan in der Kneipe formiert sich alles, was eine rot-weiße Uniform trägt, während die beiden wichtigsten Persönlichkeiten der Karnevalsgesellschaft "Venroder Wenk" - Vorsitzender Kalle Mingers und Präsident Jupp Gormanns - einen letzten prüfenden Blick in den Saal werfen - alles war wie gewohnt prächtig angerichtet für eine rasante Kostümsitzung auf der Zielgeraden der Session 2015/2016.

Mittlerweile gern gesehene Gäste bei der Kostümsitzung sind die, die den weitesten Anreiseweg haben, und zwar aus dem bayerischen Bad Windsheim. "Die Gruppe ist schon zum sechsten oder sogar siebten Mal hier. Das ist eine tolle Sache", sagte so auch das Venrather Urgestein Rainer Merkens. Bürgermeister Bernhard Kisch, sein Stellvertreter Reiner Volkert, Kämmerer Siegfried Heger, Braumeister Willi Döbler und Unternehmer Frank Gurrat hatten es sich mitten im Saal bequem gemacht. Sie alle gehören der Karnevalsgesellschaft Windshemia an.

Doch dann gab es im Saal noch zwei wichtige Persönlichkeiten. Prinz André (Küsters) und Prinzessin Sonja I. (Maessen) sind die närrischen Regenten bei den Rot-Weißen. Klar, dass sie auf der Bühne eine Menge Frohsinn verbreiteten - kein Wunder, denn die Wenk-Tollitäten haben in der sehr kurzen Karnevalssession ihre Gesellschaft mehr als nur würdig nach außen vertreten. Allerdings auch die eigenen Wenk-Kräfte, etwa die kleinen Wenk-Flöhe, die Wenk-Sternchen, das Wenk-Ballett, das neue Tanzpaar Nina Moll und Michael Pisters sowie die Mariechen Hannah Moll und Ramona Barth, wissen stets, wie man das Publikum überzeugt.

So klein Venrath auch sein mag: Spitzenkräfte des rheinischen Fastelovends geben sich hier die Klinke in die Hand. Darunter auch Top-Redner wie Martin Schopps und der Beecker Jung' Christian Pape. Er und sein Partner Dr. Stefan Bimmermann, zwar sehr wortkarg, aber durchaus so etwas wie das Sahnehäubchen des Programms, hatten den Laden im Griff. Es ist ja nicht einfach nur herrlich, wie Christian Pape über das Leben - hier vor allem über die Marotten von "Omma", die in dieser Form wohl jeder hatte, der vor 1980 geboren ist - philosophiert. Es ist die Art und Weise der Präsentation, die eigentlich nur das ist: ein absoluter Kracher.

Ein zweites Prinzenpaar kam mit Prinz Michael I. (Dilkrath) und Prinzessin Ute I. (Mackenstein) auf die Bühne. Die Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832, hier gut vertreten mit der Funkengarde, brachte ihren freundschaftlichen Gruß auf die Wenk-Bühne.

Quelle: RP
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