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Erkelenz
Raus aus dem toten Winkel

Erkelenz. Jährlich verunglücken Kinder im Straßenverkehr, viele von ihnen werden von abbiegenden Lkw an- oder überfahren. Diese Kinder befanden sich im toten Winkel - die Lasterfahrer konnten sie nicht sehen. Weil auch durch Lövenich viele Lastwagen fahren - ortsansässige Firmen nutzen sie zum Transport ihrer Waren und viele Lkw nutzen den Ort als Durchfahrt nach Baal, Hückelhoven oder Erkelenz -, hat die dortige Grundschule ihre Schüler in dem Projekt "Raus aus dem toten Winkel" auf die Gefahren hingewiesen.

Im Sachkundeunterricht hatten die Lehrer die Schüler auf die Gefahrensituationen im Straßenverkehr hingewiesen und auf das Projekt vorbereitet, das im Jahr 2008 erstmals vom Serviceclub "Round Table" organisiert worden war. Am Projekttag wurden diese Gefahrensituationen auf dem Gelände der Firma Heimanns, die einen Lkw zur Verfügung stellte, nachgestellt. Jedes Kind saß dabei einmal in dem Lastwagen und sah die Straße aus der Sicht des Fahrers. Dabei konnten die Schüler erstaunt feststellen, dass in bestimmten Situationen und trotz Spiegel am Fahrzeug kein anderer Mitschüler zu sehen war: Die gesamte Klasse stand in diesem Moment im toten Winkel. "Die gemachten Erfahrungen werden in den Klassen reflektiert und daraus werden wichtige Verhaltensregeln für die Teilnahme am Verkehr abgeleitet", kündigte Schulleiterin Melanie Mönch bei dem Projekttag an.

Angeregt worden war die Aktion von Dirk Gollits, der Vorsitzender der Schulpflegschaft an der Nysterbach-Schule und ehemaliges Mitglied am "Round Table" ist. Ihm dankte Schulleiterin Mönch ebenso wie Klaus Heimanns, der Lastwagen und Firmengelände einen Schultag lang zur Verfügung stellte.

(spe)
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