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Erkelenz
Schmetterling als Zeichen der Hoffnung

Erkelenz: Schmetterling als Zeichen der Hoffnung
Bernhard Steffens (Mitte) von Rewe hatte gewettet, dass die Hauptschule es nicht schafft, 2016 Bilder mit Schmetterlingen und/oder lachenden Kindern zu malen. Als Verlierer spendete Rewe nun 2016 Euro für "Butterflies". Organisatorin Anne Mischnick (Mitte) und Michael Stahl von Misereor freuen sich. Von der Schule wurden zusätzlich mehr als 4000 Euro überreicht. FOTO: Laaser Jürgen
Erkelenz. Durch eine gewonnene Wette und Spenden für ihren Solidaritätslauf ermöglichten die Schüler der Erkelenzer Gemeinschaftshauptschule eine Spende von 6032 Euro an das Misereor-Projekt "Butterflies" zugunsten von indischen Straßenkindern. Von Nicole Peters

Es sind indische Straßenkinder wie der 14-jährige Zakir, für den sich Schüler und Lehrer der Gemeinschaftshauptschule der Stadt seit dem Jahr 1998 durch Unterstützung des Misereor-Straßenkinderprojektes "Butterflies - Im Zeichen des Schmetterlings" einsetzen.

Aus bitterarmen Verhältnissen stammend, war Zakir als Zehnjähriger in die Stadt Delhi abgehauen, um dort das versprochene viele Geld zu verdienen. Doch die Realität sah anders aus - wühlen in Müllbergen, diverse Hilfsjobs und schlafen im Freien. Kontakt zur Organisation "Butterflies" bekam er im Alter von zwölf Jahren und hat durch deren Vermittlung inzwischen eine handwerkliche Ausbildung absolviert.

Insgesamt 6032 Euro kamen jetzt durch das Engagement der Hauptschule dieser Organisation zugute. Gleich zwei freudige Ereignisse hatte die Hauptschule entsprechend im Ziegelweiherpark zu feiern: Zum einen hatten die Schüler die Wette gegen Rewe-Center-Inhaber Bernhard Steffens gewonnen, indem sie es schafften, bis zum Weltkindertag Anfang Juni 2016 Bilder zu malen. Davon hatten 700 bunte Werke indische Straßenkinder beigesteuert, und mehrere Grundschulen hatten geholfen - auf Leinen befestigt schmückten die DIN-A-4 großen Gemälde die Parkanlage. "Die indischen Kinder sind viel mehr als bloße Spendenempfänger", sagte Anne Mischnick, Pfarrerin im Schuldienst, dazu anerkennend. Und Bernhard Steffens musste sich angesichts des großen Eifers als Wettverlierer geschlagen geben.

Sehr gerne überreichte er seinen Wetteinsatz von 2016 Euro an den Misereor-Projektbeauftragten Michael Stahl. Sein Dank galt dabei der Schule mit Eine-Welt-AG und Ehefrau Cindy: Sie hatte (mit seiner Hilfe) die Bilder 9000-mal getackert, vorher 2716 Stück laminiert (davon 700 Rewe-Schilder) und 800 Meter Leine angefertigt. Aufgehängt hatten sie alles gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofs.

Zum Anderen bedachte die Schule ebenfalls die Organisation "Butterflies" mit 4016 Euro aus dem rund elf Kilometer langen elften Solidaritätslauf, den alle im Anschluss meisterten - Michael Stahl sprach stellvertretend seinen Dank aus und überreichte an die besten Einzelspender Urkunden und an die erfolgreichste Klasse zusätzlich einen fair gehandelten Fußball.

Erneute Zeichen freundschaftlicher Verbundenheit - im Jahr 2012 wurde die Schule sogar Misereors erste Partnerschule in Deutschland. Für gutes Gelingen des Sponsorlaufs, bei dem die Klasse 5a das Solidaritäts-Banner vorneweg trug, gaben Schulleiter Erich Konietzka aufbauende Worte im Sinne des antiken Philosophen Sokrates und Gemeindereferent Michael Kock und Pfarrer Günter Jendges Reise-Segenswünsche den jungen und älteren Teilnehmern mit auf den Weg nach Schwanenberg.

Der Start im Park führte sie zunächst vorbei an vielen DIN-A-4 großen bunten Blättern mit Schmetterlingen und lachenden Kindern. Na, wenn das den Läufern keine Flügel verliehen hat.

Quelle: RP
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