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Erkelenz
Schüler weisen den Weg als neue Medienscouts

Erkelenz. Kreisweites Projekt "Medienparcours" soll richtiges Verhalten mit Smartphone und Internet vermitteln.

Zwei Tage lang haben sich 32 Schülerinnen und Schüler aus Erkelenz (Cornelius-Burgh-Gymnasium), Geilenkirchen (Realschule) und Hückelhoven (Hauptschule und Gymnasium) im Evangelischen Jugendzentrum ZaK mit dem Thema Internet, Handy, Soziale Netzwerke und Medienkonsum beschäftigt. Sie wurden im Rahmen des kreisweiten Projektes "Medienparcours" zu Medienscouts geschult, um in Zukunft das Thema an ihrer Schule den jüngeren Mitschülerinnen und -schülern zu vermitteln.

Peter Wiese und Tatjana Neumann vom Jugendamt Hückelhoven, Anne Hahnen vom Jugendamt Geilenkirchen, Alexandra Grates von der Kreispolizeibehörde Heinsberg und Markus Wilmer vom Jugendamt Erkelenz führten die Schulung durch.

Wichtig ist natürlich, dass die Jugendlichen wissen, wovon sie reden, wenn sie in den jüngeren Klassen stehen. Deshalb durchliefen sie erst alle fünf Stationen des modular aufgebauten Medienparcours als Teilnehmer. An der Station Handy war es ihre Aufgabe, ein Wunschhandy zusammenzustellen. Von 17 Apps, die zur Verfügung standen, mussten sich die Schülerinnen und Schüler auf nur sieben begrenzen. Auf diese Weise beschäftigten sie sich mit ihrem Nutzungsverhalten, da sie ihr Smartphone fast 24 Stunden bei sich tragen. An einer anderen Station wurde das Thema Soziale Netzwerke behandelt und damit die Frage, wie viel Persönliches gebe ich auf meinem Profil von mir preis? Gerade auf Plattformen wie Instagram, Snapchat oder bei WhatsApp sind Kinder und Jugendliche heute täglich mehrfach unterwegs. Oft werden dabei aber die Risiken und Gefahren übersehen, die bestehen, wenn die jungen Menschen dort sehr private und intime Angaben über sich selbst, Fotos oder Filme einstellen. Über viele rechtliche Hintergründe und Grundlagen, wie zum Beispiel das Recht am eigenen Bild, Urheberrechtsverletzungen oder Risiken bei illegalen Downloads informierte Alexandra Grates, die bei der Kreispolizeibehörde für den Bereich Kriminalprävention und Opferschutz zuständig ist.

Die Station Cyberbar beschäftigte sich mit dem Thema Cybermobbing, das an vielen Schulen aktuell und präsent ist. Das Smartphone und der ständige Zugriff aufs Internet machen es Tätern leicht, ihre Mitschüler per Text-, Bild- oder Videonachrichten zu belästigen und zu demütigen. Hier ist Aufklärung und Information äußerst wichtig. Das sahen auch die begleitenden Lehrpersonen der vier Schulen so. An der Station Cyberbar sollten sich die Schüler nach einem kurzen Film zu Cybermobbing in die Rolle des Täters und in die des Opfers hineinversetzen und Möglichkeiten sammeln, wie man als Opfer Hilfe und Unterstützung bekommt.

Dann stand Üben auf dem Programm. Die Schüler teilten sich in Zweier-Teams auf, bereiteten eine der fünf Stationen vor und stellten sie dann im Plenum vor. Sie schlüpften in die Rolle des Moderators, so wie sie es künftig in ihrer Schule als Medienscouts tun werden.

Quelle: RP
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