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Erkelenz
Sechs Künstlerinnen stellen in der Burg Brüggen aus

Erkelenz. Die Gruppe "Kunstx7" präsentiert ein Spektrum von Arbeiten, die sich vom Abstrakten bis zum Figürlichen bewegen.

Eine kleine Übersichtsschau unter dem Motto "Rhythmus, Licht und Farbe" mit Werken von sechs Künstlerinnen aus Erkelenz-Gerderath ist zur Zeit im Kultursaal Brüggen zu sehen.

Zu der Künstlerinnen-Gruppe "Kunstx7" gehören sechs Malerinnen: Hilde Bürgers, Michèle Delaunay, Marion Groob, Rosita Scherf, Karin Soot-Böhmer und Bärbel Wolf, die gemeinsam seit 15 Jahren ein Atelier in Gerderath-Fronderath führen. Die sechs Frauen zeigen ein Spektrum ihrer Arbeiten, die sich in einem weiten Feld vom Abstrakten bis hin zum Figürlichen bewegen. Was sie eint, ist die Tatsache, dass sie gemeinsam an ihrem künstlerischen Ausdruck arbeiten und Fortbildungen besuchen. Ihren Bildern ist dies deutlich anzusehen. Nicht nur in der Abstraktion, auch in der Figuration verzichten sie auf ein Zuviel an Stilmitteln und präsentieren durchdachte Kompositionen. Bärbel Wolf zeigt eine interessante abstrakte Arbeit, in der dunkle Farbbalken ineinander verschlungen klare Bewegungen illusionieren. Ein weiteres Werk ist figurativ: ein Mädchen sitzt auf einem Stuhl, abgewandt vom Betrachter in einem düsteren Raum. Auch Michèle Delaunay arbeitet sowohl abstrakt wie figürlich. Schwarze Formen, die wie Fragmente aus einem größeren Zusammenhang erscheinen hat sie in einem Triptychon zusammengefügt. Das Brandenburger Tor mit Menschenmassen, Schriftbändern erscheint wie eine gemalte Collage. Die dunkelrote Farbe gibt dem Bild eine gespannte Atmosphäre.

In Marion Groobs Arbeiten tauchen Frauen auf. Frauen, die sich hinter Masken aus Farbschichten oder dunklen Sonnenbrillen verstecken. Ihr Inneres jedenfalls bleibt verborgen. Auf einem weiteren Gemälde schwimmen Seerosen auf einem Teich aus blauen und grünen Farbflächen, soweit gebrochen, dass heller Untergrund durchscheint. Karin Soot-Böhmer arbeitet nicht nur mit Farbe: neben eine abstrakte Konstruktion aus wenigen Farbtönen befestigt sie kleine Steine auf der Leinwand - fast übersieht der Betrachter, dass sie echt sind. Sowohl Abstraktes wie Figuratives zeigt Roswitha Scherf. Farbbalken türmen sich zu einem dynamischen Gebilde auf und werden von monochromen Farbflächen gehalten. Ihre schwarzen und weißen weiblichen Figuren scheinen aus ähnlichen Balken entstanden zu sein und sich in aller Figuration viel Abstraktes erhalten zu haben. Hilde Bürgers spielt mit der Qualität von korrespondierenden Farben, auf deren abstrahiertem Hintergrund auch schon mal eine zarte tanzende Figur aufscheinen kann.

Die Ausstellung der Malerinnen im Kultursaal der Burg Brüggen ist noch bis Sonntag, 16. August, dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

(b-r)
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