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Erkelenz
SEK durchsucht Asylbewerber-Unterkunft

Kreis Heinsberg: SEK-Einsatz in Ayslbewerber-Unterkunft
Kreis Heinsberg: SEK-Einsatz in Ayslbewerber-Unterkunft FOTO: Heldens
Erkelenz. Weil sich verdächtige Personen in Gangelt-Langbroich aufhalten sollten, riegelte die Polizei den Ort ab.

Mit zahlreichen Polizisten wurde gestern das Dorf Langbroich bei Gangelt abgeriegelt. Zeugen hatten die Polizei in Heinsberg informiert, dass sich in einer dortigen Asylbewerber-Unterkunft mehrere Personen arabischer Abstammung aufhalten sollten, die aus Paris und Belgien angereist sein sollen. Dies teilte Polizeisprecherin Angela Jansen am Nachmittag auf Anfrage unserer Redaktion mit. Ein Sondereinsatzkommando (SEK) habe die Unterkunft aufgrund dieses Hinweises untersucht.

Nachmittags war ein 28-jähriger, aus Tunesien stammender Mann festgenommen worden, gegen den ein Haftbefehl zur Abschiebung vorlag, eine weitere Person war mit zur Polizeiwache genommen worden, um deren Identität zu klären, berichtete Jansen zunächst. Die Ermittlungen ergaben später aber, "dass es sich um einen 18-jährigen Asylsuchenden handelt, der aus Syrien stammt. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der Mann wieder entlassen", berichtete die Polizei am Abend und gab damit Entwarnung. Der Einsatz war gegen 14 Uhr begonnen worden, kurz nach 17 Uhr war die Absperrung des Ortes aufgehoben worden. Polizeikräfte befanden sich nach Angaben von Polizeisprecherin Angela Jansen zu diesem Zeitpunkt noch in der Asylbewerber-Unterkunft.

Langbroich ist ein Ortsteil der Gemeinde Gangelt und liegt davon etwa vier Kilometer nördlich. Dort leben rund 600 Menschen.

(spe)
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