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Erkelenz
Stadt kauft drei Skulpturen an

Erkelenz: Stadt kauft drei Skulpturen an
Kunst an der Kölner Straße im Herzen von Erkelenz: Die Stadt hat Edelstahl-Skulpturen des Künstlers Michael Hohnholz erworben. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Es handelt sich um jene Edelstahlskulpturen des verstorbenen Künstlers Michael Hohnholz, die 2005 an der Kölner Straße platziert wurden. Von Andreas Speen

Mit wechselnden Objekten sollten die Kunstsockel die Kölner Straße in der Innenstadt attraktiver machen. Soweit die Theorie im Jahr 2005. Die Praxis sah schon 2008 anders aus: leere Sockel, keine Abwechslung, zerstörte Kunst. Inzwischen hat sich die Stadt Erkelenz entschieden, auf den Wechsel der Objekte zu verzichten, stattdessen auf Dauerleihgaben zu setzen. Und jetzt hat sie erstmals selbst drei Objekte für die Kunstsockel angekauft. Es handelt sich um jene Edelstahlskulpturen des inzwischen verstorbenen Künstlers Michael Hohnholz, die bereits 2005, im Eröffnungsjahr der Kunstsockel, dort platziert worden waren, bislang jedoch lediglich als Leihgabe.

"Nach dem Tod Michael Hohnholz' wollte die Witwe die Werke zurückholen und verkaufen", berichtet Dr. Hans-Heiner Gotzen, der Erste Beigeordnete der Stadt Erkelenz. Als er das erfahren habe, sei er mit ihr in Verhandlungen getreten. "Die drei Skulpturen haben einen hohen künstlerischen Anspruch und sind sehr gut für den öffentlichen Raum geeignet", erläutert Gotzen, warum die Stadt eine Ausnahme macht und wie wichtig ihr diese drei Kunstwerke sind: "Bis in die 1990er Jahre hinein war es üblich, dass die Stadt jeweils ein Kunstwerk aus Ausstellungen in städtischen Gebäude, wie Haus Spiess, ankaufte. Das wurde dann aber aus finanziellen Gründen eingestellt. Außerdem machten diese Ankäufe ohne ein eigenes Kunstmuseum keinen Sinn." Seither sei es nur noch in seltenen Ausnahmen zu einem Ankauf gekommen, wenn das Motiv einen besonderen Blick auf Erkelenz richte. Dass die Politiker im Kultur- und Hauptausschuss vor der Sommerpause in nicht-öffentlicher Sitzung dem Ankauf der drei Edelstahlskulpturen von Michael Hohnholz zustimmten, der in Stuttgart und Heidelberg lebte und unter anderem der Sommer-Kunstakademie auf Haus Hohenbusch in Erkelenz als Dozent nahestand, sei als Beleg dafür zu sehen, wie wichtig die Werke für die inzwischen gültige Kunstsockel-Gestaltung geworden seien.

Der bereits verstorbene Künstler Michael Hohnholz. FOTO: JL (ARCHIV)

Drei Skulpturen des Künstlers Peter Sieben (Brünnhilde, Odette und Sarastro) stehen seit 2014 als Leihgaben auf den Sockeln an der Kölner Straße, eine Umarmungsskulptur des Künstlers Dietmar Heinzel hatte die Kreissparkasse Heinsberg im Jahr 2013 gestiftet, die drei Skulpturen von Michael Hohnholz (Erinnerung I-III) haben ihren Platz bereits seit einem Jahrzehnt inne - und in Kürze wird der letzte freie Platz besetzt. Dr. Hans-Heiner Gotzen lässt indes durchblicken: "Nach den Sommerferien werden wir ein Werk für den letzten noch freien Platz präsentieren können."

Nicht in Erkelenz bleiben werden hingegen die Edelstahlskulpturen von Michael Hohnholz aus dem Park vor dem früheren Kreuzherrenkloster Haus Hohenbusch, obwohl dort der Ursprung auch der drei Objekte auf der Kölner Straße lag, wie Gotzen berichtet: "Wir hatten 2004/2005 die Dozenten der Sommer-Kunstakademie auf Hohenbusch angesprochen, ob sie sich vorstellen könnten, Werke für die Kunstsockel zur Verfügung zu stellen." Michael Hohnholz sei bereit gewesen. Jetzt gehören diese Werke dauerhaft zu Erkelenz.

Quelle: RP
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