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Erkelenz / Bad Windsheim
Blau-weiße Karnevalsgrüße für das Frankenland

Erkelenz. Knapp 450 Kilometer, 95 Gardisten und zwei Busse: Die Traditionelle Funkengarde Erkelenz Blau-Weiß der EKG von 1832 war am ersten November-Wochenende in besonderer Mission unterwegs. Auf dem Plan stand die seit rund einem dreiviertel Jahr akribisch geplante Fahrt nach Bad Windsheim, die Erkelenzer Partnerstadt. Begleitet wurden die Funkengardisten - an der Spitze mit Kommandant Marcel Friedrich Pangels und Spieß Dirk Titze - von einer Abordnung des Elferrates der EKG und vom Vorsitzenden der Gesellschaft, Franz Rick. Zu Gast waren die Funkengardisten, für deren Rahmenprogramm Theo Görtz gesorgt hatte, beim Narrenball der Karnevalsgesellschaft Windshemia. Die Bad Windsheimer Karnevalisten waren bereits oft in Erkelenz und haben den "Fastelovend" hierzulande schon gut kennengelernt - nun war es an der Zeit, den karnevalistischen Gruß vom Niederrhein nach Bad Windsheim zu tragen. So hatten die Funkengardisten die ehrenvolle Aufgabe, als erste Erkelenzer Garde die Bühne im Bad Windsheimer Kur- und Kongresscenter (KKC) zu erobern. Bernhard Kisch, Bad Windsheims Bürgermeister, sorgte für die offizielle Begrüßung der Gäste. "Fasching in Franken ist erste Bundesliga", erklärte er den erfahrenen Funkengardisten, dabei machte Kisch keinen Hehl daraus, sich sehr über die weit gereisten Gäste zu freuen: "Ihr seid ein wunderbares Gastgeschenk und werdet sehen, dass unser Fasching eine Reise wert ist."

In der Tat: Auf der Bühne des KKC gelang den blau-weißen Erkelenzern mit ihrem tänzerischen und musikalischen Programm eine tolle Leistung, die in Franken bestens ankam. "Das war ein Glanzlicht unseres Narrenballs", zollte Sitzungspräsident Rudi Schmidt den Erkelenzern Respekt. Übrigens beobachteten auch der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen und seine Frau Gabriele Jansen den Auftritt der Funkengarde. Am Rande des Narrenballs fand er zusammen mit seinem Amtskollegen Bernhard Kisch die Zeit, um über die Städtepartnerschaft zu reden.

Auf die blickte zunächst Rainer Volkert, Kischs Stellvertreter zurück. "Vor etwa 20 Jahren waren wir bereits in Erkelenz. Ein erster Höhepunkt fand im September 2002 statt, als Erkelenz Gastgeber eines Dreiländertreffens war - das hatte uns Bad Windsheimer sehr beeindruckt." Volkert sprach damit die 15. Internationale Grenzlandbegegnung an, die der Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) damals in Erkelenz ausrichtete. In Sachen Karneval haben die Bad Windsheimer im Lauf der Jahre auch den Erkelenzer Straßenkarneval, etwa den am Rosenmontag, schätzen gelernt. "Ein Zug wie Ihr den auf die Beine stellt, wäre in Bad Windsheim undenkbar."

Unterm Strich gilt also: Besonders über den Karneval bzw. Fasching haben sich beide Städte angenähert. Mit Erfolg.

Bernhard Kisch und Peter Jansen gingen am Rand des Narrenballs bei der gelebten Städtepartnerschaft ohnehin auf den vielfältigen persönlichen Austausch ein. "Die gegenseitigen Besuche zeigen immer wieder, dass in der Partnerschaft viel Leben steckt", sagten die Amtskollegen übereinstimmend.

Die betonte neben Jansen dann auch EKG-Vorsitzender Franz Rick, der sich wie auch Hans-Josef Frentzen, der Oberst der Funkengarde, auf der Bühne für die außerordentliche Gastfreundschaft der Bad Windsheimer bedankte.

Zurück zum zweitägigen Aufenthalt der Funkengarde: Vor einigen Jahren führte der Weg die Gardisten nach Hamburg, nun in Franken nutzten sie erneut die Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auf die anstehenden Auftritte der neuen Session einzustimmen. Der Großteil der Blau-Weißen hatte das Europäische Schullandheim bezogen und fand dort beste Bedingungen vor. Nach dem Auftritt beim Narrenball im KKC feierten die Gardisten im Schullandheim in munterer Runde bis tief in die Nacht weiter. Denn: Wenn schon gemeinsam auf Tour, dann auch richtig.

Als besonders sympathisch empfanden die Gardisten den Besuch von Bernhard Kisch zum Frühstück im Schullandheim. Der Bad Windsheimer Verwaltungschef half sogar beim Verladen des Gepäcks mit.

Fazit: Am späten Sonntagabend kehrten die Busse zwar mit müden Gardisten zurück nach Erkelenz, doch die Meinung der Blau-Weißen war einhellig: "Bad Windsheim - das machen wir gerne wieder."

Quelle: RP
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