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Erkelenz
Cusanus-Schülerin bei "Young Leaders Akademie"

Erkelenz. 110 ehrenamtlich engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland erhielten in Berlin die Möglichkeit, sich über aktuelle gesellschaftliche Themen im Bundeswehr-Zentrum für Informationsarbeit zu informieren, auszutauschen und unterschiedliche Positionen zu diskutieren. Die Themen lauteten: Was macht die Würde des Menschen aus? Wie sieht die Sicherheitspolitik von morgen aus? Wie steht der Islam zu Krieg und Frieden?

Die Seminarplätze waren limitiert und wurden nur an junge Leute vergeben, die sich sozial in besonderer Weise engagieren. Christina Schmitz, Schülerin am Cusanus-Gymnasium Erkelenz (Foto: Schule), überzeugte die Kommission zur Vergabe der Plätze mit ihrem Engagement in einem Flüchtlingsnetzwerk und in der Kirche und konnte sich einen der begehrten Plätze bei der "Young Leaders Akademie" sichern. Dort nahm sie eine Woche an Vorlesungen teil und erhielt Einblicke in aktuelle Themengebiete, die in den Medien zurzeit Interesse finden.

Unter zahlreichen Referenten befand sich auch der Kapitän zur See Christian Dienst, der mit den Teilnehmern, alle zwischen 15 und 20 Jahre alt, über die Öffentlichkeitsarbeit deutscher Sicherheitsorgane sprach. Diese sei in der heutigen Zeit unabdingbar geworden, stelle oft eine Herausforderung dar. Das Vertrauen in die Sicherheitsorgane sei "hart zu erarbeiten und schnell verspielt". Blieben nach den Vorlesungen im Plenum noch Fragen offen, stellten sich die Experten auch an den Abenden für Diskussionen zur Verfügung.

Auch unter den Jugendlichen boten die Vorlesungen von Philosophen, Islamwissenschaftlern, Psychologen und Juristen vielseitigen Gesprächsstoff, der ein schnelles Kennenlernen ermöglichte, berichtet Christina Schmitz. Bereichernd hätten jedoch nicht nur die Gespräche, sondern auch der Praxisanteil gewirkt. Als Beispiel nannte sie den "Jugendpressekongress". Unter der Leitung von Profijournalisten sei ihnen der "schönste Beruf der Welt" nähergebracht worden. Auch hätten sie die Möglichkeit erhalten, das erworbene Wissen in einer eigenen Zeitung, einem Webmag und einem TV-Magazin zu präsentieren. Weiterhin nahmen die Teilnehmer an Schulungen teil, bei denen Kommunikationsberater und Schauspieler Verhandlungstraining oder Mimik-Resonanz-Training anboten.

Die Woche wurde mit einem Ausflug zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen abgeschlossen. Unter dem Motto "Damit es nicht wieder passiert" führten Zeitzeugen durch die ehemalige "Untersuchungsanstalt" des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und stellten sich für Diskussionen zur Verfügung. Nach diesem emotionalen Abschluss mussten die Teilnehmer voneinander Abschied nehmen. Vom Berliner Hauptbahnhof aus traten Christina Schmitz und die anderen jungen Ehrenamtlichen ihre Heimreisen in alle Teile Deutschlands an - mit der Absicht, sich noch einmal wiederzusehen und Erfahrungen über politisch aktuelle Themen auszutauschen.

Quelle: RP
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