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Erkelenz
Heimatverein: Faszination Jakobsweg

Erkelenz: Heimatverein: Faszination Jakobsweg
Das Foto zeigt die Teilnehmer der Reise des Heimatvereins am "Ende der Welt" in Cap Finisterre. FOTO: Ursel Gallasch/Heimatverein
Erkelenz. Santiago de Compostela - das Zentrum im äußersten Südwesten Spaniens, die Hauptstadt Galiciens, die Stadt des spanischen Schutzpatrons, des Apostels Jakobus des Älteren war das Ziel einer kombinierten Studien-, Wander- und Pilgerfahrt des Heimatvereins der Erkelenzer Lande.

Unter der Leitung von Günther Merkens und Theo Görtz, Vorsitzender und Geschäftsführer des Heimatvereins, machten sich 18 Personen aus dem Erkelenzer Land auf, um die Faszination des Jakobsweges zu erleben.

Vorweg sei gesagt, dass die Reise Begegnungen mit den Kulturgütern, der Geschichte und den unterschiedlichen Landschaften des Jakobsweges in Süd-West Frankreich und Nordspanien brachte.

Zunächst wurde in Frankreich Le Puy besucht, einer der Orte, an dem früher ein bedeutender Pilgerweg -die Via Podiensis - nach Santiago begann. Über Conques und Albi ging die Fahrt nach Toulouse, ebenfalls eine wichtige Station am Jakobsweg. Von dort aus fuhr die Gruppe über Lourdes weiter nach Saint-Jean-Pied-de-Port und kam dann auf den wohl bekanntesten Jakobsweg, den Camino Frances. Ab hier folgte sie genau diesem historischen Weg bis nach Santiago de Compostela.

Früher wie heute sind z.B. Pamplona, Logrono, Santo Domingo de la Calzada, Burgos oder Leon Höhepunkte auf dem Pilgerweg. Fachgerechte Führungen brachten die Erläuterungen zu den gesehenen Kathedralen, Kirchen, Klöstern und anderen Bauwerken und gaben einen Einblick in die Geschichte und vielfältige Kultur am Jakobsweg. Herrliche Landschaften begegneten den Erkelenzern immer wieder auf dem gesamten Weg. In der Kathedrale zu Santiago begrüßten sie fast am Ende der Reise den Heiligen Jakobus. Groß war die Freude darüber, dass in der Pilgermesse das berühmte Weihrauchfass geschwenkt wurde.

Eine Fahrt ans Ende der Welt nach Cap Finisterre rundete die Reise ab. Über Bilbao und Saintes in Westfrankreich ging es dann zurück in die Erkelenzer Lande.

Der größte Teil der Strecke wurde mit dem Bus zurückgelegt, jedoch wurde an mehreren Tagen der Reise der Pilgerweg auch "unter die Füße" genommen. Hier spürten die Teilnehmer der Reise die echte Faszination des Jakobsweges und Gespräche mit Pilgern und Aufenthalte in den Pilgerherbergen unterstrichen das noch.

Meditationen einzelner Teilnehmer an besonders geschichtsträchtigen Orten des Jakobsweges und gemeinsames singen bestätigten das Gefühl, auf dem Pilgerweg zu sein.

Auch kleine Begegnungen am Rande, wie z.B. mit einer Pilgergruppe aus Indien, von der ein Teilnehmer einige Jahre in Immerath gewohnt hatte, brachten besondere Erlebnisse. Natürlich wurde ihm geschildert, wie es "seinem" Dorf mittlerweile ergangen ist.

Bei der Rückkehr in die Erkelenzer Lande stellten die Teilnehmer allesamt fest, dass man die Faszination des Jakobsweges nur erleben kann, wenn man selber dort unterwegs war.

Quelle: RP
 
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