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Erkelenz
Heimatverein: Wenn das Gute liegt so nah

Erkelenz. "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah", schreibt Goethe in seinen "Erinnerungen". Mit diesem Gedanken machte sich der Heimatverein der Erkelenzer Lande auf nach Niederkrüchten. Seit 1972 sind die vormals selbstständigen Gemeinden Niederkrüchten und Elmpt zusammengeschlossen. Gehörten beide ursprünglich zum ehemaligen Kreis Erkelenz und nach Neugliederung zum Kreis Heinsberg, so wurden sie 1975 dem Kreis Viersen zugeordnet, wobei aber Merbeck, Schwaam, Tetelrath, Venn und Venheyde der Stadt Wegberg zugeordnet wurden.

Mit den Freunden vom Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten (HKV) besichtigten die Erkelenzer die bedeutendsten Bau- und Kunstwerke. In St. Bartholomäus stellte Pastor Alexander Schweikert die Geschichte der Kirche und ihre Kunstwerke vor. Besonders stellte er die Zugehörigkeit Niederkrüchtens, wie Erkelenz, zum Herzogtum Geldern und die Beziehungen zu den Spanischen Niederlanden heraus. Ein Hörgenuss war das Spiel von Kantor Volker Mertens auf der Scholz-Orgel. Eine Orgel dieses Orgelbauers soll auch in St. Lambertus stehen.

Die weiteren Führungen übernahm Dr. Karl-Heinz Achten vom HKV Niederkrüchten. Neben Schloss Dilborn und Haus Elmpt standen die Kapelle St. Georg in Brempt und die Kapelle St. Maria an der Heiden in Overhetfeld auf dem Programm. Zum wertvollsten kulturellen Erbe Niederkrüchtens gehört die St. Georgs-Kapelle von Brempt, die wahrscheinlich von den Herren der Burg Brempt aus gegründet wurde. Besondere Beachtung fand ein romanisches Kruzifix aus dem 11. Jahrhundert. Es zeigt eine künstlerische Nähe zum Kölner Gerokreuz.

Am Diesberg in Overhetfeld steht die "Elmpter Kapelle", vermutlich von den Herren von Elmpt erbaut. Die Kapelle Maria an der Heide ist erstmals 1703 in einem bischöflichen Bericht erwähnt. Sie beherbergt s ie einen kleinen, kostbaren flandrischen Schnitzaltar.

Bürgermeister Karl-Heinz Wassong begrüßte die Gäste im Rathaus Elmp und überraschte sie mit Mispellikör. Günther Merkens bedankte sich dafür mit einem Bildband von Erkelenz und einem Mispelbrand.

Quelle: RP
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