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Hückelhoven
Mit 260.000 Euro viel Gutes bewirkt

Erkelenz. Nach 13 Jahren Baaler Rocknacht war im Juni Schluss mit der Reihe. So mischte sich auch Wehmut in die definitiv letzte Spendenübergabe aus dem Erlös der finalen Party. Im Hückelhovener Rathaus empfing Bürgermeister Bernd Jansen die Initiatoren mit Kaffee und Häppchen, denn es galt, ein letztes Mal Spenden in fünfstelliger Höhe zu verteilen. Jansen dankte für die "riesigen Erlöse", die mit rund 7000 Besuchern und ohne Gage spielenden Bands erwirtschaftet wurden - insgesamt 260.000 Euro.

Eine Teilsumme hatten die "Rocknächtler" Franz Hüsen und Werner Königs in ein hochmodernes Induktionskochfeld für den Kindergarten Baal investiert: Nicole Sendereck und Jörg Prell vom Baaler Küchenstudio beteiligten sich an Kosten und Arbeit in der Küche der Kita, die rund 100 Kinder betreut. Köchin Anja Missing bereitet täglich etwa 80 Mittagessen frisch zu.

"Aus Spaß am Musikmachen" habe man begonnen, erst das Bürgerhaus, später das Schützenzelt gerockt, sagte Franz Hüsen. Alle eingenommenen Spenden seien stets auch ausgezahlt worden, so seien die Initiatoren "ein bettelarmer Verein". Werner Königs räumte mit einem Missverständnis auf: "Es ist nicht so, dass wir mit dem Ende der Rocknacht nicht mehr spielen. Die Bands sind weiter im Geschäft."

Der ambulante Hospizdienst Regenbogen kann die Zuwendung von 5000 Euro gut gebrauchen, denn er hat fixe Kosten für zwei Koordinatorinnen, die den Ehrenamtler-Einsatz betreuen. Regelmäßiger Nutznießer der Benefiz-Rocknächte war auch das Erkelenzer Hospiz. Mit den jetzt überreichten 10.000 Euro hat das Hospiz zusammen 150.000 Euro erhalten, die größte Einzelspende für die Einrichtung. Leiterin Ulrike Clahsen legte dar, das Hospiz müsse zehn Prozent seiner Kosten - jährlich 135.000 Euro - selbst aufbringen. Spenden ermöglichen auch Extras für die Bewohner, so Clahsen: "Wir wollen, dass die Leute noch Lebensqualität haben und Wünsche erfüllt werden."

Weitere 10.000 Euro gingen an "Zwergnase", den Förderverein für die Frühchenstation des Krankenhauses Rheydt. Er sponsert Anschaffungen über das Notwendige hinaus, unterstützt arme Familien, bietet Elternberatung und einen Frühchenstammtisch.

Quelle: RP
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